Digital Signage & Tourismus

Wintersportort Val d’Isère investiert in barierrefreie Kioske

- Das Ski-Paradies Val d’Isère hat nun zwei Outdoor Kioske in Betrieb genommen, um Besucher mit aktuellen und lokalen Echtzeit-Infos zu versorgen. Zum Einsatz kommt eine Variante, die in verschiedenen regionalen und vertikalen Märkten im Einsatz ist, von JCDecaux stammt, und zu deren Street Furniture und Smart City Konzepten gehört. von Thomas Kletschke

Einweihung der neuen Totems in Val d’Isère (Foto: JCDecaux)

Einweihung der neuen Totems in Val d’Isère (Foto: JCDecaux)

Nach einer Ausschreibung hatte sich die in den französischen Alpen gelegene Stadt für eine barrierefreie Digital Signage Lösung des französischen Media Owners JCDecaux entschieden. Kürzlich gingen die beiden Kiosk-Systeme in Betrieb.

Installiert wurden die als e-Village vermarkteten Totems, die JCDcecaux selbst entwickelt, und seit einiger Zeit im Portfolio hat. So wurden beispielsweise in der Vergangenheit auch in Aix-en-Provence e-Village Totems installiert. Während diese im Frühjahr 2014 installierten Kioske mit 22″ Touchscreens arbeiten (bei zehn der dort installierten 15 Kioske handelt es sich um double sided Modelle, bei denen auf der Rückseite ein eigener Screen für Werbung installiert wurde), gehören die jetzt in Val d’Isère installierten e-Villages einer neueren Produktgeneration an, die mit leuchtstarken 32″ Full HD Screens ausgestattet ist.

Die e-Village Totems kann man als Varianten der Screen basierten neuen Street Furniture Systeme betrachten, mit denen JCDecaux in einigen regionalen Märkten unterwegs ist – oder entsprechende Roll outs durchführt. Generell bieten sie WiFi, nutzwertige Infos und eine Möglichkeit für digitale Außenwerbung.

Allein die e-Village Totems sind inzwischen recht weit verbreitet, wie Albert Asséraf, Executive Vice-President, Strategy, Research & Marketing bei JCDecaux France dem Journal de Net verriet. „Wir halten derzeit 27 Verträge für diese Touch Totems in sieben Ländern (Frankreich, Belgien, Grßßbritannien, Deutschland, Australien, Österreich, USA)“, so Asséraf Anfang November 2016 gegenüber dem Wirtschaftsmedium. Installiert sind diese e-Villages demnach in Außen- oder Innenräumen, an Airports sowie in Shopping Malls. Damals war die Rede von etwas mehr als 300 Screens insgesamt.

Neben Fest-Installationen sind auch temporäre Einsätze der Stelen bekannt, etwa aus Straßburg, wo zwischen November und Dezember 2016 ein solches Totem installiert wurde, das unter anderem zur Orientierung der Besucher des weit bekannten Weihnachtsmarktes der Stadt diente.

In Val d’Isère wurden zwei Fest-Installationen in der Ortsmitte gewählt, offenbar jeweils die double sided Variante. Bis auf eine Free WiFi Funktion, die nach der vorliegenden französischsprachigen Pressemitteilung nicht explizit erwähnt wird, sind die Totems mit allen Schikanen versehen. Die vertikal ausgerichteten Screens sind behindertengerecht ausgestattet und die Infos werden sowohl in Französisch wie Englisch ausgespielt. Unter anderem gibt es einen digitalen Shopping Guide, Infos zum Skigebiet, einen Führer zu Aktivitäten (Sport, Freizeit, Wellness), einen Guide für Bars, Clubs und Restaurants, Infos zum öffentlichen Nahverkehr (kostenlose Shuttle-Busse, Taxis und weitere Transportmittel), Kartenmaterial der Region, aktuelle Wetterinfos und Wettertrend-Vorhersagen und Live Feeds von Webcams.

Auch bei Gefahrenlagen – etwa Lawinen und Unwettern – dienen die beiden Totems zur aktuellen Information von Besuchern und Bevölkerung.

Im oben verlinkten Interview mit Asséraf ist die Rede davon, dass JCDecaux die Attraktivität und den Nutzwert der Kioske auch dadurch hoch halten oder verbessern möchte, dass man in Start up-Wettbewerben regelmäßig nach weiteren Software-Anwendungen fahnden lässt. Damit gehören die kleinen Totems auch zum Smart City Ansatz, auf den JCDecaux verstärkt setzt: weiter weg von klassischen Werbelösungen, hin zu mehr vernetzten Lösungen, die ganz unterschiedliche Infrastrukturen mit einbeziehen.

Unser Aufmacherfoto entstand während der Einweihung der beiden neuen Totems – laut JCDecaux den ersten e-Villages, die in einem Skigebiet installiert wurden. Zu sehen sind (v.l.n.r.): Pascal Chopin, Directeur Régional Rhône-Alpes bei JCDecaux France und Marc Bauer, Bürgermeister von Val d’Isère.

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