AV-Installation

LED-Screens inszenierten Grand Départ der Tour der France

- In diesem Jahr war die Tour de France zum zwölften Mal zu Gast in Deutschland. Beim Grand Départ in Düsseldorf sorgten große LED-Screens für die eindrucksvolle Inszenierung vor Ort. von Thomas Kletschke

An sieben zentralen Plätzen waren die LED Screens installiert worden (Foto: Screen Visions / Daniel Königs)

An sieben zentralen Plätzen wurden die LED-Screens installiert (Foto: Screen Visions / Daniel Königs)

Seit 1964 hat die „Tour der Leiden“ auch in Deutschland immer wieder Station gemacht. Das nahe Frankreich gelegene Freiburg durfte bereits drei Mal Gastgeber sein, Berlin ließ zu seinem 750. Geburtstag die Fahrer durch die Straßen des West-Teils fahren. Mit Köln und Koblenz hatten auch schon weitere Städte am Rhein die Bewerber ums Grüne Trikot, das begehrte Gelbe Trikot und das Rot-Weiße Trikot der Berg-Spezialisten zu Gast. Die Altbier- und nordrheinwestfälische Landeshauptstadt Düsseldorf ging bislang allerdings leer aus.

Bis jetzt. Vom 29. Juni bis 2. Juli 2017 fand der Grand Départ der Tour de France erstmals in Düsseldorf statt. Für die Inszenierung des Tour-Starts vor Ort setzten die Veranstalter auf Public Viewing. Die AV-Spezialisten von Screen Visions wurden deshalb mit dem Planungsmandat für LED-Installation, Beschallung sowie Live-Übertragung beauftragt.

Die Tour der Leiden ist nichts für Weicheier – 1 Million Zuschauer schreckte auch der Regen nicht ab (Foto: Screen Visions / Daniel Königs)

Die Tour der Leiden ist nichts für Weicheier – 1 Million Zuschauer schreckte auch der Regen nicht ab (Foto: Screen Visions / Daniel Königs)

Jedes Jahr zieht die Auftaktveranstaltung der Tour de France Hunderttausende Sportbegeisterte in ihren Bann. Die Premiere des Grand Départ in Düsseldorf wurde von Veranstaltern, Anwohnern und Fans mit Spannung erwartet. Mehr als 1 Million Zuschauer kamen schließlich in die Metropole, um den Start des bedeutenden Radrennens hautnah und live mitzuerleben.

Um technisch für dieses hohe Besucheraufkommen gerüstet zu sein, analysierte Screen Visions gemeinsam mit dem technischen und logistischen Leiter Rainer Schüler und dessen Kollegen Thomas Krämer von der Stadt Düsseldorf den Bedarf an Beschallung und LED-Screen-Einsätzen für die Hotspots.

Zudem musste ein Weg gefunden werden, wie die Signalisation zu den zum Teil kilometerweit entfernten Punkten erfolgt. Eine weitere grundlegende Entscheidung bestand darin, inwieweit es eine zentrale oder dezentrale Regie für die Bild- und Informationseinspielung gibt. Am Ende war – auch unter Einbeziehung des Sicherheitskonzepts – eine zentrale Bildregie im Einsatz.

Das Team aus zwanzig Experten für LED, Ton, Regie und Signal sorgte dafür, dass an den sieben Locations des Stadtbezirks sowohl visuell als auch akustisch jeder Fan erreicht wurde – von der Rheinwiese über den Hofgarten bis hin zum Johannes-Rau-Platz.

Eine zentrale Regie sorgte für die Verteilung der Live TV-Signale (Foto: Screen Visions / Daniel Königs)

Eine zentrale Regie sorgte für die Verteilung der Live TV-Signale (Foto: Screen Visions / Daniel Königs)

Besondere Herausforderungen stellte dabei die Logistik in der Stadt hinsichtlich zahlreicher Straßensperrungen dar. Ein ausgeklügeltes Zeitmanagement, sehr enge Absprachen mit den zahlreichen Gewerken und eine kollegiale Zusammenarbeit aller Beteiligten ermöglichte einen reibungslosen Ablauf und eine erfolgreiche Abwicklung der Veranstaltung.

Zum Einsatz kamen sieben mobile LED-Systeme zwischen 15 m² und 50 m². Zwei Techniker für Beschallung und LED waren jeweils für die Betreuung der Hotspots zuständig. Kernstück des Projekts war die zentrale Videoregie und Bespielung aller Video Walls. Dies erfolgte über ein internes und verschlüsseltes DVB T-Netz direkt vom TV-Compound bei der Messe Düsseldorf aus. Dabei wurde ein 50 m hoher Steiger mit einer zentralen Richtfunk-Antenne eingesetzt. An jeder Videowand befand sich ein DVB T-Empfänger plus Backup, über die jede Wand mit dem Live-Bild von RT1, ARD und Saarländischem Rundfunk versorgt werden konnte. Zusätzlich wurden allgemeine Informationen rund um die Veranstaltung sowie Sicherheitshinweise zentral ausgestrahlt oder im Bedarfsfall individuell nur an den entsprechenden Standort gesendet.

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