Serie Banking 2.0

DSV-Gruppe – Umbau bei Payment und Co.

- Die DSV-Gruppe hat ihre Position als Dienstleister für die Sparkassen-Finanzgruppe 2016 weiter ausgebaut. Der Standardisierer und Mengenbündler mit Hauptsitz in Stuttgart erzielte einen unkonsolidierten Gruppenumsatz von 900,1 Millionen Euro. von Thomas Kletschke

Hauptsitz der DSV-Gruppe in Stuttgart (Foto: DSV-Gruppe)

Hauptsitz der DSV-Gruppe in Stuttgart (Foto: DSV-Gruppe)

Im Jahr 2015 hatte die Gruppe 862,0 Millionen Euro umgesetzt. Der DSV hat das Jahr 2016 sowie die ersten Monate des Jahres 2017 vor allem dafür genutzt, um sein Beteiligungsportfolio noch stärker in Richtung Kundennutzen zu optimieren, insbesondere in seiner Rolle als Kompetenzcenter Payment der Sparkassen-Finanzgruppe.

So ging zum 1. Oktober 2016 das DSV-Tochterunternehmen S-CARD Servicegesellschaft für Kartenanwendungen der Sparkassen-Finanzgruppe in der übergeordneten, von DSV-Geschäftsführungsmitglied Ottmar Bloching als Vorsitzendem der Geschäftsführung in Personalunion geleiteten, DSV-Tochter S-Payment auf. Synergien entstehen durch die einheitliche Steuerung und die Reduzierung des administrativen Aufwands der S-Payment, die für das DSV-Kompetenzcenter Payment die operative Verantwortung trägt.

Im Mai 2017 leitete die DSV-Gruppe die für die geplante Verschmelzung des führenden internationalen Acquirers und Dienstleisters für bargeldloses Bezahlen am Point of Sale, der B+S Card Service (B+S), mit dem Spezialisten für Zahlungen im E- und M-Commerce PAYONE ein. PAYONE zählt zu den 50 am stärksten wachsenden deutschen Technologieunternehmen. Der neue 360°-Zahlungsserviceanbieter „BS PAYONE GmbH“ mit Sitz in Frankfurt am Main, Niederlassung in Kiel sowie weiteren Standorten in Europa wird omnichanneel-fähig sein und alle gängigen Zahlverfahren anbieten, so die DSV-Gruppe.

Die BS PAYONE bündelt als Zahlungsinstitut die Payment-Expertise aus stationärem Handel und E-Commerce in Europa. Insgesamt verfügt das Unternehmen über rund 255.000 Kunden in 18 Ländern. Mit mehr als 1 Milliarde Transaktionen im Jahr werde die BS PAYONE einer der führenden Anbieter für Zahlungsabwicklung in Europa sein, heißt es.

Damit sollen nicht nur die Erwartungen der Sparkassen und ihrer Kunden erfüllt werden, sondern auch die eigene Marktstellung als Payment-Dienstleister gestärkt werden. Angestrebt ist weiterhin der Einstieg eines geeigneten Investoren-Partners für die BS PAYONE, der die Beschleunigung einer europäischen Wachstumsstrategie des neuen Unternehmens unterstützen soll.

Den Vorsitz der Geschäftsführung der BS PAYONE übernimmt der Schweizer Payment-Experte Niklaus Santschi. Santschi war zum 1. Januar 2017 bei der B+S zum Nachfolger von Jürgen Schneider berufen worden, der nach erfolgreicher Neuausrichtung in den Ruhestand getreten war. Mitglieder der neuen Geschäftsführung der BS PAYONE werden der bisherige B+S-Geschäftsführer Dr. Frank Isfort sowie die beiden Gründer und Geschäftsführer der PAYONE, Carl Frederic Zitscher und Jan Kanieß.

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