Studie zur mobilen Nutzung im Shop

Deutsche liegen unter dem weltweiten Durchschnitt

- Während 92% der Chinesen und 72% der Spanier Smartphones im Laden nutzen, sind Deutsche oder Niederländer im Nutzungsverhalten deutlich verhaltener. von Thomas Kletschke

Smartphone-Nutzer – mobile Touchpoints kommen international unterschiedlich gut an (Foto: Mood Media)

Smartphone-Nutzer –
mobile Touchpoints kommen international unterschiedlich gut an (Foto: Mood Media)

Mobile Touchpoints im Geschäft haben in Spanien beste Erfolgsaussichten: Knapp drei Viertel (72%) der befragten Spanier geben an, ihr Smartphone beim Einkaufen zu nutzen, beispielsweise um Produktinfos zu erhalten, nach Angeboten zu suchen oder um sich Shopping-Beratung über die sozialen Netzwerke zu holen. Damit liegen die Spanier im europäischen Vergleich an der Spitze.

International überholt werden sie von den Chinesen, die sogar mit 92% angeben, beim Shoppen ihr Smartphone zu nutzen. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie „The State of Brick and Mortar 2017“ von Mood Media und YouGov, für die insgesamt 11.255 Konsumenten in Australien, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Russland, Spanien und den USA nach ihren Einkaufsvorlieben befragt wurden.

Verhalten zücken im Vergleich die Niederländer (38%) und die Deutschen (39%) ihr Smartphone beim Einkaufen. Beide Nationen liegen mit diesem Ergebnis noch unter dem international ermittelten Durchschnittswert von 55%. Allerdings gibt es deutliche Unterschiede im Nutzungsverhalten von jüngeren und älteren Käufern: In der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen bezeichnen sich 41% der Deutschen sogar als häufige Nutzer mobiler Geräte beim Shopping. Ab 45 Jahren sinkt die Smartphone-Nutzung jedoch rapide ab.

Anders bei den Chinesen: Von den über 45-jährigen Chinesen nutzen sogar noch 42% ihr Smartphone beim Shoppen. Zum Vergleich: 27% der Spanier ab 45 Jahren verwenden ihr Mobilgerät beim Einkaufen, aber nur 11% der über 45-jährigen US-Amerikaner und sogar nur 5% der Niederländer. In Deutschland sind es 6% der über 45-Jährigen.

Als sehr empfänglich für die Atmosphäre in einem Geschäft zeigen sich die Franzosen: 39% der dortigen Konsumenten geben an, dass sie die richtige Stimmung zu Spontan-Käufen anregt. Geschäfte, die auf Musik verzichten, fallen in Frankreich in Ungnade: 79% der Befragten geben an, die Stille nicht zu mögen (gegenüber 57% im internationalen Durchschnitt). Britische Konsumenten kaufen intuitiver ein als andere Nationen, sie schätzen am Offline-Einkauf vor allem die Möglichkeit, zu stöbern und neue Dinge zu entdecken (59%). Zudem bevorzugen Briten besonders, sich vom Verkaufspersonal beraten zu lassen (32%).
Deutsche Konsumenten gehen weitaus pragmatischer an den Einkauf heran: Sie sind froh, wenn der Einkauf schnell und reibungslos erledigt ist. Sowohl für die Deutschen als auch für die Russen ist der sofortige Erhalt der Ware ein wichtiger Grund, warum sie sich für den Einkauf im Laden statt Online entscheiden (72% beziehungsweise 78%). Zücken die Deutschen im Geschäft das Smartphone, dann in erster Linie, um Preise zu vergleichen (45%).

Weitere Einblicke in das Einkaufsgewohnheiten anderer Länder bietet der Report „Shopper rund um die Welt 2017“.

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