Digital Signage & Einzelhandel

Digitale Medien im neuen Air Jordan Store in Toronto

- Nike hat im kanadischen Toronto einen neuen Air Jordan Flagship eröffnet. Digital Signage, LED-Signage und andere Technologien machen den Laden zu einer spannenden Spielwiese für die Kunden. Beim Thema Instore Audio hat man sich für eine besonders interessante Installation entschieden. von Thomas Kletschke

Zahlreiche Gimmicks machen den Air Jordan Flagship zu einer modernen Spielwiese (Foto: Advanced)

Zahlreiche Gimmicks machen den Air Jordan Flagship zur modernen Spielwiese (Foto: Advanced)

Auf drei Stockwerken präsentiert Nike in seinem Air Jordan Store die Kollektionen, die bei Sportlern und Freunden sportiven Lifestyles beliebt sind. Zahlreiche LCD-Screens, Projektoren sowie LED-Walls sorgen dafür, dass die Kunden mit Bewegtbildern und interaktiven Elementen unterhalten werden können.

Geplant und installiert wurden die digitalen Elemente vom kanadischen AV-Integrator Advanced. Der sorgte auch dafür, dass das Thema Audio nicht unberücksichtigt blieb, um multisensuelle Nutzererfahrungen zu ermöglichen.

Während des Bauprozesses Anfang 2017 lag eine sehr hohe Priorität auf Audio, beziehungsweise Musik. Air Jordan wollte ein Multiroom-Audiosystem integrieren, das je nach Platz flexibel und dennoch für die Mitarbeiter des Shops äußerst einfach zu bedienen ist. Aus diesem Grund baute Advanced das gesamte System um einen Crestron Multi-Room Audio-Controller, der 22 QSC AD-S12 und 18 QSC AD-S12-SW-B Wandlautsprecher mit maßgefertigten Halterungen in den Säulen des Gebäudes mit Audiosignalen versorgt. Weitere elf AD-6PT Deckenlautsprecher komplettieren die Möglichkeiten, auch etwas fürs Ohr des Kunden zu bieten.

Digitale Tools ermöglichen Basketball mit dem Idol und Testimonial (Foto: Advanced)

Digitale Tools ermöglichen Basketball mit dem Idol und Testimonial (Foto: Advanced)

Für die einfache Steuerung des Audio-Systems installierte Advanced ein mit der App Spotify ausgestattetes Apple iPad Mini und eine speziell gestaltete grafische Benutzeroberfläche, damit die Mitarbeiter den laufenden Song oder dessen Lautstärke leicht ändern können.

Thematisch unterteilt sich der Flagship in verschiedene Zonen wie eine nur für Kinder oder einen Haupt-Einkaufs-Bereich. Diese beiden Zonen entsprechen in Bezug auf die Audio-Steuerung einer Zone. Hier wird identische Ambient-Musik auf einem niedrigen Lautstärke-Niveau abgespielt. Weitere definierte Audio-Zonen wie eine für zukünftige Partys und Events können von einem DJ bespielt werden. Im dritten Stockwerk, wo Jordan Standards wie Basketball gespielt werden können, werden mit anderen Audio-Inhalten versorgt.

Eine Crestron- Steuerung und ein iPad mit einfach bedienbarer Benutzeroberfläche sorgen für den guten Sound (Foto: Advanced)

Eine Crestron-Steuerung und ein iPad mit einfach bedienbarer Benutzeroberfläche sorgen für den guten Sound (Foto: Advanced)

Das dritte Stockwerk – vom Store als Center 23 bezeichnet – dient als Full-Service-Trainingseinrichtung mit kleinem Fitness-Bereich, Umkleidekabine und zwei Jordan-Standard-Spielplätzen. Hier wird geschwitzt, gespielt und sich im sportlichen Wettbewerb gemessen. Interaktive Displays ermöglichen es dem Kunden, sich digital unterstützt, mit dem Idol und Marken-Testimonial Michael Jordan zu messen. Alle Besucher können kostenlos teilnehmen und sich einer Reihe von Geschwindigkeits-, Ausdauer- und Fitness-Tests unterziehen.

Architektur und Lighting unterstützen das besondere Ambiente (Foto: Advanced)

Architektur und Lighting unterstützen das besondere Ambiente (Foto: Advanced)

Die großen Fine Pitch LED-Screens, auf denen man gegen Jordan antreten kann, stammen von Hersteller SiliconCore. Die AV- beziehungsweise Videosignal-Verarbeitung wird via Xbox Kinect und einem PC gelöst. „Aufgrund der maßgeschneiderten hochauflösenden Inhalte musste unser Team eng mit den Display- und Prozessorherstellern zusammenarbeiten, um das System perfekt konfigurieren und ein beeindruckendes und aufmerksamkeitsstarkes Bild liefern zu können“, sagt Ibrahim Saad, Director Design Engineering bei Advanced.

Bei den LED Screens setzt man auf Technologie von SiliconCore (Foto: Advanced)

Bei den LED-Screens setzt man auf Technologie von SiliconCore (Foto: Advanced)

Neben Screens und Audio kommen auch Projektoren zum Einsatz. In Zusammenarbeit mit einer erfahrenen Designfirma verwandelte Advanced vier der acht Fuß (umgerechnet gut 2,4 m) hohen Fenster in digitale Leinwände. Dazu wurden spezielle Projektionsfolien installiert, die natürliches Licht durchscheinen lassen. Bespielt werden die Fenster mit 4×1 Chip DLP-Projektoren von Panasonic, die Luminanzen von 8.500 Im bringen. Nach Sonnenuntergang kommen diese zum Einsatz. Dazu werden Media Player von BrightSign genutzt.  Auch die Player und Projektoren werden von der Crestron-Steuerung angesteuert. Ein separater 17″ KVM Monitor zeigt dem Personal an, wie Inhalte aussehen, bevor sie projiziert werden.

Vier der 2,4 m hohen Schaufenster werden mit Projektoren bespielt (Foto: Advanced)

Vier der 2,4 m hohen Schaufenster werden mit Projektoren bespielt (Foto: Advanced)

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