Signage Sunday

Sicheres und Unsicheres

- Signage Sunday heute: IT-Sicherheitslücken, die man zumindest teilweise sehr schnell beheben kann, mehr Choice beim Thema Betriebssysteme und Datenschutzbedenken bei Microsoft sind drei Themen, die in der letzten Woche diskutiert wurden. von Thomas Kletschke

Digitale und analoge Welt können gleichermaßen sicherer gemacht werden (Foto: Pixabay / Jaduial)

Digitale und analoge Welt können gleichermaßen sicherer gemacht werden (Foto: Pixabay / Jaduial)

Signage Sunday berichtet sonntags ab 14 Uhr über die kleinen und großen Ereignisse der Digital Signage-Woche. Mit dem neuen Feature blicken wir auch über den Tellerrand hinaus und beleuchten Trends und Drivers jenseits von 16:9-Signage. Signage Sunday heute.

Aller guten Dinge sind drei: Nun gibt es den dritten PC-Hersteller, der sein eigenes OS auf eigener Hardware weltweit anbietet. System76 aus den USA, die ausschließlich Rechner, Laptops und Server auf Ubuntu Linux-Basis herstellten, haben nun mit dem seit vergangener Woche offiziell auf ihren Rechnern installierbarem Pop OS ein eigenes Betriebssystem. Nach Microsoft (Windows) und Apple (Mac OS) damit der dritte. Weiterhin wird System76 auch die Option bieten, Canonicals Ubuntu-Linux zu implementieren. Pop OS könnte für diejenigen Nutzergruppen, die für Cloud oder IoT coden, eine interessante Distribution werden. Der Open Source-Ansatz von Linux hält auch in puncto Sicherheit bislang, was er verspricht.

A propos Betriebssysteme: Die niederländische Datenschutzbehörde Autoriteit Persoonsgegevens hat Microsoft höflich aufgefordert, schnellstmöglich in Windows 10 die Funktionen nachzubessern, die den Nutzern mitteilen, welche Daten wofür genutzt werden. Wie in solchen Fällen üblich: Beide Seiten sind nicht einer Meinung. Aber der Hersteller will nachbessern. Muss er offenbar ja auch – zumindest in den Niederlanden.

Beim Thema Datensicherheit hat das WPA2- beziehungsweise WLAN-Problem für einigen Wirbel gesorgt. So warnte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI): „Im Industrieumfeld sollten Betroffene auf ihren Anlagenbauer oder Hersteller etwaiger verbauter WLAN-Komponenten zugehen“, heißt es bei der Behörde. Die WiFi-Problematik führt übrigens dazu, dass sich private und professionelle Nutzergruppen wieder dem Thema Virtual Private Network (VPN) zuwenden. Die simpelste Art ein VPN herzustellen geht übrigens über den Browser Opera, der für jedes denkbare Betriebsystem (Desktop, Mobile) verfügbar ist, schnell installiert wird, und bei dem ein VPN schnell an- oder ausgeschaltet werden kann (Infos und Download: hier bei Opera).

Digital muss aber nicht alles nur schlimmer oder unsicherer machen. Ein Kreativ-Beispiel aus dem Bereich nicht-digitaler Außenwerbung zeigt dies. Mit der CLP-Kampagne der Polizei in Helsinkiinvidis berichtete an dieser Stelle – hat JCDecaux Finnland gemeinsam mit der Werbeagentur TBWA\Helsinki eine aussagestarke Umsetzung gefunden, um das Thema häusliche Gewalt klar anzusprechen und sogar exakt dort, wo sie passiert. Dabei wurde klassische Out-of-Home genutzt – allerdings in blitzschneller Umsetzung und unter Bezug auf Daten, die aus der Notrufzentrale in Helsinki stammen. Das eingebettete Kampagnenvideo zeigt die Herangehensweise. Bei den Cannes Lions gab es dafür einen Award.

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