ISE 2018

Licht und Farbe – Eindrücke vom ersten Messetag

- Amsterdam | Das Universal-Tool der Messe, der Faktor Farbe und der Verkehr – drei Eindrücke vom ersten Messetag. von Thomas Kletschke

Blick auf das Messegelaende am Dienstagnachmittag (Foto: invidis)

Blick auf das Messegelaende am Dienstagnachmittag (Foto: invidis)

Der Dienstag beginnt sonnig – und bleibt es auch. Um 15 Uhr strahlt die Sonne bei 1 °C Außentemperaturen, zeigt das große RAI-Thermometer an. Vor der Halle 15 dreht jemand ein paar Runden auf seinem Skateboard, einige Messebesucher laufen von den Eingängen B,C bis rüber zum Eingang L am Amtrium außen herum – andere schlängeln sich durch die „Zelthalle“ 15 bis zu ihrer gewünschten Halle wie 1 oder 10. Auch am Abend die einhellige Meinung unter denen, die wir gesprochen haben: Seit langem der erste ISE-Messetag durchgehend mit Sonne.

Eine Karikatur entsteht mit dem neuen FLiP am Stand von Samsung (Foto: invidis)

Eine Karikatur entsteht mit dem neuen FLiP am Stand von Samsung (Foto: invidis)

Womit wir bei Lichtstärke und Co. angelangt wären: Erster Eindruck ist, dass es weniger 10.000 Nit LED-Gewitter gibt, als befürchtet. Licht ist natürlich überall ein Thema. Bei LCD und LED. Etwa die LED-Signage-Serie bei Samsung, die durchgehend 600 Nit liefern, das von einer Software bis 1.200 Nit hoch-gejazzt werden kann. Bei Samsung, wie auch bei anderen Herstellern sind SMD Black-Lösungen zu sehen, die überzeugen. Auch COB ist mancherorts zu sehen, etwa bei Absen. Bei jeder Screen-Technologie auf der Messe sind Schwarzwerte und Kontraste ein Thema. Hier merkt man ganz eindeutig: OLED ist da nach wie vor die Messlatte. LG hat an seinem Stand natürlich einige OLEDs installiert, darunter auch Transparent OLED in verschiedenen Varianten. Auch bei LG findet sich übrigens LED.

OLED am Stand on LG (Foto: invidis)

OLED am Stand on LG (Foto: invidis)

Thema Verkehr: Wie bei Samsung hat sich auch am Stand von LG jemand Gedanken zum Markt Nahverkehr gemacht. Bei jedem der beiden Hersteller gibt es ein digitalisiertes Bus-Wartehäuschen mit Screens zu sehen. Bei LG ein Hingucker, unter anderem mit LG-MRI-Lösung, einem kleinen Semi Outdoor und einem weiteren Display. Im echten Straßenverkehr vor dem Messegelände gilt: Einmal über den gesamten Zebrastreifen in einer durchgehenden Ampelphase über fünf oder sechs Ampeln zu laufen, ist nach wie vor die Fitness- und Verkehrsherausforderung.

LED Modul an einem intelligenten Regal – Retail-Szenario bei NEC (Foto: invidis)

LED-Modul an einem intelligenten Regal – Retail-Szenario bei NEC (Foto: invidis)

Ansonsten war das Verkehrsmittel des gestrigen Abends ein Schiff. Mit dem ging es von einem Holzsteg aus über diverse Kanäle, unter anderem den Amstel-Kanal. Das urige Wassertaxi war von BenQ gechartert worden. Von dort aus ging es zum Riva, einem Restaurant direkt mit Zugang zum Wasser. Zum Drei-Gänge-Menü hatte der Hersteller seine Händler und Partner sowie Medienvertreter eingeladen. Dort – und natürlich am Stand – war zu erfahren: Bei Large Format Displays und interaktiven Screens wird BenQ im Jahr 2018 richtig durchstarten und zahlreiche Modelle auf den Markt bringen. Auf absehbare Zeit kein Thema ist bei BenQ das Thema LED.

Vekehrsmittel des Tages (Foto: invidis)

Vekehrsmittel des Tages (Foto: invidis)

Zahl des Tages: drei – seit drei Jahren setzen Urbanscreen aus Bremen eine Bewegtbild-Aktion am Stand von NEC um. In diesem Jahr korrespondieren Inhalte, die 35.000 Lumen starker Projektor an die Wand wirft, mit den teilweise gespiegelten Inhalten auf einem wie ein Diamant geformtem Objekt, das ein anderer Projektor bespielt. Schaut klasse aus. Die Farbe des Tages. In den vergangenen beiden Jahren hatte die NEC-Mannschaft schwarze Polohemden. Der neue Stand ist heller und farbiger. Und so auch das NEC-Polo. Farbe in diesem Jahr: Plum. LED hat bei NEC hohe Priorität: Die japanische Mutter kaufte jetzt Hersteller Squadrat. Am Stand von NEC wurden verschiedene der LED-Lösungen gezeigt – darunter auch in einem interaktiven PoS-Szenario.

Das universelle Werkzeug der Messe ist übrigens der Göffel. Gabel und Löffel in Einem, das hat Nutzwert.

Der Goeffel ist das bislang wichtigste Werkzeug auf der Messe (Foto: invidis)

Der Goeffel ist das bislang wichtigste Werkzeug auf der Messe (Foto: invidis)

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