Displaytechnologie

Boom für Igzo und Oxide TFT – LG Display und Sharp profitieren

- Im Consumer-Bereich gewinnen Oxide TFT Panels, respektive Igzo Screens, verstärkt an Bedeutung. Dieses Jahr dürfte ein kleiner Boom zu verzeichnen sein. von Thomas Kletschke

Igzo Screens von Sharp auf der CES 2014 (Foto: Sharp)

Igzo Screens von Sharp auf der CES 2014 (Foto: Sharp)

Hohe Auflösung, geringer Energieverbrauch: LCD-Screens auf Basis von Oxide TFT Panels (ebenfalls gebräuchlich, aber nicht immer so bezeichnet: Igzo) haben gegenüber den a-Si Displays einige Vorteile. Zudem sind bei großen Farbräumen Screens auf dieser Basis die erste Wahl. Display-Experte Raymond Soneira von DisplayMate Technologies brachte es einmal so auf den Punkt: „The higher the PPI [pixels per inch] and the wider the Color Gamut (like DCI-P3 for the new MacBook Pro) the greater the benefits of IGZO over a-Si, particularly for LCDs.“

Bereits im vergangenen Jahr machte sich deshalb am Markt eine starke Nachfrage bemerkbar. Laut einer Analyse von IHS Markit sind die weltweiten Lieferungen von großen TFT-LCD-Panels mit einem Durchmesser von 9″ oder mehr von 20 Millionen Einheiten im Jahr 2016 auf 55,6 Millionen Einheiten im Jahr 2017 angestiegen. Davon wurden schätzungsweise 51 Millionen Einheiten für mobile PCs genutzt, darunter Notebooks und Tablet-PCs – ein Anstieg um 200% innerhalb von zwölf Monaten.

Besonders LG Display und Sharp legten zu: um 180% beziehungsweise 370% höher lag der Ausstoß. Auch der chinesische Hersteller CEC Panda fuhr die Produktion drastisch hoch. Für dieses Jahr sollen BOE und Innolux ebenfalls verstärkt auf Oxide TFT setzen, so die Marktforscher.

Dass dieses Jahr ein entscheidendes Jahr auf dem Consumer-Markt sein könnte, wird auch durch Analysen zu den kommenden Apple-Produkten befeuert. Derzeit spekulieren Analysten von IHS darauf, dass Apple in diesem Jahr sowohl ein neues Macbook Pro mit einem 13,3″ Oxide TFT Screen wie einen weiteren Rechner mit einem a-Si Screen in gleicher Größe launchen könnte. Im Falle des Macbook Pro würde Apple damit die Igzo-Technologie nutzen, die auch bei den AiOs iMac zum Einsatz kommt.

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