Signage Sunday

VR als Werbeform im Kino

- Signage Sunday heute: Das neue VR-Werbemittel „Composition of Music and Visuals“ (CMV) begeistert Zuschauer im Berliner Kino Zoo Palast. Der Werbungtreibende Porsche lieferte dazu rasante Inhalte. von Thomas Kletschke

CMV ist ein neues VR-Werbeformat (Foto: WerbeWeischer)

CMV ist ein neues VR-Werbeformat (Foto: WerbeWeischer)

Signage Sunday berichtet über die kleinen und großen Ereignisse der Digital Signage-Woche. Mit dem Feature blicken wir auch über den Tellerrand hinaus und beleuchten Trends und Drivers jenseits von 16:9-Signage. Signage Sunday heute.

Mit einer rasanten zweiminütigen Fahrt im 911 hat Porsche nun erstmals ein neuartiges virtuelles Werbeformat im Kino eingesetzt. Im November 2018 hatten Deutschlands führender Kinowerbevermarkter WerbeWeischer und die auf Influencer Marketing spezialisierte Agentur Nqyer Media das virtuelle Werbeformat „Composition of Music and Visuals“ (CMV) vorgestellt. Eine Umfrage unter den Werbespot-Zuschauern zeigt: Das VR-Werbespotformat funktioniert als neues Geschäftsmodell.

CMV ist ein immersives Digital-Format, bei dem Bild, Sound, VR Sync Technologie und Ambiente ineinandergreifen. Das Format hatte Porsche überzeugt. So entstand ein Werbespot der besonderen Art: Der Zuschauer findet sich als Beifahrer auf einem rasanten Rennstreckenkurs im Sportwagen wieder – Adrenalinschub inklusive. Die Fahrt im Porsche war Teil des Vorprogramms und wurde anschließend durch das virtuelle „Trippin Reality“-Programm abgerundet. So erhielten die Zuschauer ein 15-minütiges Entertainmentpaket.

Interessant sind die Ergebnisse der Befragungen: In Kooperation mit Gelszus rmm Marketing Research wurden Zuschauer des virtuellen Werbespots nach der Werbevorstellung in persönlichen Interviews befragt. Der Werbespot überzeugte. So würden 91% der Teilnehmer Geld für eine ähnliche VR-Vorführung ausgeben. Dabei spannend: Im Mittel würden die Befragten 8,80 Euro für einen solchen CMV-Spot ausgeben – unabhängig vom Kinofilm. Der maximale Preis, den die Zuschauer bezahlen würden, läge bei 15 Euro. „In unserem CMV-Format steckt hohes Potenzial für die Werbewirtschaft“, ist Stefan Kuhlow, CEO WerbeWeischer GmbH & Co. KG, überzeugt.

Für fast die Hälfte der Befragten im Alter zwischen 20 und 60 Jahren war die virtuelle Autofahrt der erste Kontakt mit einer VR-Brille (49%), während insgesamt 45% der Zuschauer zwei oder mehrmals eine VR-Brille genutzt haben. Immerhin 6% haben selbst eine Brille, mit der sich virtuelle Inhalte konsumieren lassen.

Während die Schärfe des Bildes von 24% als „gut“ bis „sehr gut“ bewertet wurde, überzeugte vor allem der Klang im Kinosaal. Fast zwei Drittel der Befragten (63%) gaben dem Porsche-Sound das Prädikat „sehr gut“ bis „exzellent“. Die Fahrt im echten Sportwagen kommt an: 39% der Befragten gefällt die real abgefilmte Streckenfahrt, während 21% eine künstlich animierte Welt bevorzugen. Gut für Porsche: 27% gaben an, dass die Marke durch den Werbespot interessanter oder sogar viel interessanter geworden ist.

Nach dem erfolgreichen Pilotprojekt im Zoo Palast Berlin haben Nqyer Media und WerbeWeischer ihr Netzwerk für Produzenten und Werbungtreibende geöffnet, um weitere CMVs zu produzieren oder das Format für innovative VR-Werbemittel zur Verfügung zu stellen.

Kinobesucher testen CMV bei der Kampagne von Porsche (Foto: WerbeWeischer)

Kinobesucher testen CMV bei der Kampagne von Porsche (Foto: WerbeWeischer)

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