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Digital Signage & Einzelhandel

Manufactum führt Digital Signage ein

In Österreich eröffnete im Herbst der erste ausländische Store von Manufactum. Wie beim Sortiment setzt man auf Traditionelles – und erstmals auch auf Digital Signage. Ein Paradigmenwechsel.
Für die Digital Signage-Branche sind es bloß vier Screens, für Retailer Manufactum bedeutet die Videowall einen Paradigmenwechsel (Foto: Umdasch)
Für die Digital Signage-Branche sind es bloß vier Screens, für Retailer Manufactum bedeutet die Videowall einen Paradigmenwechsel (Foto: Umdasch)

Bislang war ein Manufactum-Store die Brick and Mortar-Antithese zu Flagships mit Screens und LED-Walls. Nun zeichnet sich eine dezente Trendwende ab: Erstmals setzt der Retailer am Point of Sale auch auf Digital Signage. Das ist bislang sogar bei der seit dem Kauf zu Manufactum gehörenden kleinen Kette Magazin verpönt. Obwohl die in ihren eigenen Stores wesentlich moderner daherkommt. Da Manufactum noch in diesem Jahr in Hannover einen weiteren Store plant, ist es durchaus möglich, dass dort oder in einem der bestehenden Läden in Deutschland ebenfalls Screens Einzug erhalten.

Das zehnte aller Manufactum-Häuser überhaupt ist zugleich der erste Store in Österreich. Und dieser residiert auch an erster Adresse: „Am Hof 3-4“ in Wien. Der im 1. Bezirk gelegene Platz „Am Hof“ ist eine geschichtsträchtige Adresse überhaupt – er gehörte schon zum römischen Lager Vindobona.

Liebevoll gestalteter Gastrobereich (Foto: Umdasch)
Liebevoll gestalteter Gastrobereich (Foto: Umdasch)

Das Haus 3-4 wurde ab 1912 von den Architekten Emil Hoppe, Otto Schönthal und Marcel Kammerer für die Centralbank Deutscher Sparkassen erbaut. Nun ist die renovierte Immobilie der österreichische Manufactum-Flagship. Beim Betreten nutzen die Kunden eine mehr als 3 m hohe Eingangstür. Gleich dahinter beginnt die Customer Journey mit einem Raumerlebnis: ein Deckenausschnitt verbindet das Obergeschoss optisch mit dem Erdgeschoss, hohe Panoramafenster sorgen für natürliches Licht sowie einen Ausblick auf das innerstädtische Treiben. Gusseiserne Säulen verweisen auf die Geschichte des ehemaligen Bank-Gebäudes. Der Raum bietet somit auf 800 m² den optimalen Rahmen für die Inszenierung von über 6.000 Artikeln.

Tradition als Hauptelement im Sortiment und beim Instore Design (Foto: Umdasch)
Tradition als Hauptelement im Sortiment und beim Instore Design (Foto: Umdasch)

Das Interieur wurde von Schwitzke & Partner, dem langjährigen Design- und Architekturbüro des Warenhauses, entwickelt. Für Manufactum Wien haben die Experten aus Düsseldorf einen Boden aus dunkler Raucheiche als Kontrast zu den Warenträgern aus Kirschholz gewählt, Leder- und Messingelemente zitieren in verspielten Möbeldetails den Wiener Chic. Für die neue Nutzung als Flagship wurde zudem Shopfitting-Experte Umdasch als Ladenbauer beauftragt. Herausgekommen ist ein ausgewogener Mix aus analogen, zur Marke Manufactum passenden, und dezent eingesetzten digitalen Gestaltungselementen.

Würde Manufactum ein E-Hoverboard anbieten es sähe sicherlich aus wie diese Besen (Foto: Umdasch)
Würde Manufactum ein E-Hoverboard anbieten, es sähe sicherlich aus wie diese Besen (Foto: Umdasch)

Die Verarbeitung der Möbel ist nach wie vor wichtig bei dem Retailer: Nahtlos schließen die Kirschfurniere ihre Fugen, exakt geformte Metallteile in Schwarzstahl-Optik machen in der Kombination mit dem Holz einen rustikalen, gemütlichen und edlen Eindruck. Außerdem kommt eine in 2×2 Matrix gehaltene Videowall zum Einsatz, die aus vier 55″ Screens besteht. Der Store in Wien ist damit der erste, der mit Digital Signage ausgestattet wurde.

Die mächtigen Säulen hat der Store von der zuvor darin befindlichen Bank geerbt (Foto: Umdasch)
Die mächtigen Säulen hat der Store von der zuvor darin befindlichen Bank geerbt (Foto: Umdasch)