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Wegen Patentverletzung

Universität verklagt Zoom

In Delaware läuft ein Verfahren gegen Zoom: Das California Institute of Technology sieht sein Patent zu serverbasierten Verbindungsfunktionen verletzt.
Zoom wird von Caltech wegen angeblicher Patenverletzungen verklagt. (Logo: Zoom)
Zoom wird von Caltech wegen angeblicher Patenverletzungen verklagt. (Logo: Zoom)

Das California Institute of Technology, Caltech, hat Zoom Communications wegen angeblicher Patentverletzung verklagt. Die Universität wirft dem Videokonferenz-Anbieter vor, Technologie ohne Genehmigung zu nutzen.

Die Klage wurde beim U.S. District Court in Delaware am 2. März 2026 eingereicht und bezieht sich auf das US‑Patent mit der Nummer 8.316.104. Dieses schützt eine Technologie, die die Leistung von Videokonferenzsystemen bei großen Skalierungen verbessern soll.

Laut Klageschrift ermöglicht das System, dass ein zentraler Server-Nutzer auf den jeweils passenden Meeting-Server weiterleitet. Die Auswahl basiert dabei auf Faktoren wie Entfernung, Netzlast und Verbindungsqualität. Anschließend passt das System die Videoübertragung dynamisch an, um eine stabile Performance sicherzustellen.

Ursprünglich entwickelt für wissenschaftliche Zusammenarbeit

Caltech-Forschende entwickelten dabei die Technologie ursprünglich für die internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit. Sie sollte großen Forschergruppen weltweit stabile virtuelle Meetings ermöglichen.

Die Universität behauptet, Zoom setze ähnliche Funktionen ein, um Verbindungen zu steuern und die Leistung für große Teilnehmerzahlen zu optimieren.

Zoom gewann als Plattform während der Covid‑19‑Pandemie weltweit an Bedeutung. Weltweit stiegen dabei Unternehmen, Schulen und Organisationen im kommunikativen Austausch auf Videokonferenzen um.

Schadensersatz gefordert

Caltech fordert Schadenersatz in nicht genannter Höhe. Zoom reagierte zunächst nicht auf Anfragen zum Vorgang. Auch die Universität gab keine weiteren Kommentare ab.

Die Klage reiht sich in eine Serie von Patentstreitigkeiten zwischen Caltech und großen Technologiekonzernen ein. Im aktuellen Fall geht es jedoch speziell um Videokonferenzsysteme – nicht um drahtlose Netzwerktechnologien.