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3D ohne Brille

Die Technik hinter Samsungs Spatial-Displays

Samsung gibt technische Einblicke in seine neue Spatial-Signage-Lösung. Das System kombiniert 2D-Schärfe mit 3D-Tiefe durch Lentikular-Technik und AI-Unterstützung.
Das Samsung Spatial-Display in drei Größen (Foto: invidis)
Das Samsung Spatial-Display in drei Größen (Foto: invidis)

Das Samsung Spatial Signage ist ein großformatiges LCD-Display, das mithilfe einer speziellen optischen Schicht dreidimensionale Inhalte ohne VR- oder 3D-Brillen darstellt. Nun gab der Hersteller Einblicke, wie die Lösung technisch funktioniert. Die Hardware kombiniert klassische Panel-Technologie mit einer Lentikular-Struktur, um räumliche Tiefe direkt im freien Raum zu erzeugen.

Samsungs Vorstoß in diesen Bereich war eines der zentralen Themen auf der ISE 2026. Nach der Messepräsentation gab das Unternehmen technische Details zur Funktionsweise bekannt. Die Einsatzgebiete für die brillenfreien Displays sieht Samsung primär im Einzelhandel, in Fitnessstudios sowie in Bildungskontexten. Dabei soll die Aufmerksamkeit durch räumliche Effekte gesteigert werden.

Hybride Darstellung für maximale Schärfe

Das System nutzt eine nur 3 bis 4 Millimeter dünne 3D-Platte, die auf dem Prinzip der binokularen Disparität basiert. Laut Samsung wird das Hauptmotiv im Vordergrund in scharfem 2D dargestellt, während die Linsenschicht im Hintergrund eine virtuelle Raumtiefe von bis zu 500 Millimetern erzeugt.

Prinzip der 3D-Plate-Technologie (Bild: Samsung)
Prinzip der 3D-Plate-Technologie (Bild: Samsung)

Diese hybride Bauweise verhindert die Unschärfen herkömmlicher 3D-Displays und ermöglicht räumliche Effekte ohne sperrige Hardware.

Die Produktion der Inhalte erfolgt über die Cloud-Plattform Samsung VXT. Ein integriertes AI Studio übernimmt dabei die automatisierte Aufbereitung des Contents. Laut Samsung müssen die Bilddaten für den Effekt in Segmente auf Mikrometer-Ebene zerlegt werden. Dies soll die bisher hohen Produktionskosten für 3D-Inhalte signifikant senken.

Erweiterung des Portfolios bis Jahresende

Die Hardware verzichtet auf zusätzliche, sperrige Gehäusebauten oder holografische Boxen, was die Integration in bestehende Ladenbausysteme erleichtert. Laut Samsung ist das Ziel, immersive Erlebnisse ohne bauliche Barrieren in den Massenmarkt zu bringen.

Bisher ist das System als 85-Zoll-Modell verfügbar. Samsung plant jedoch, das Portfolio bis Ende 2026 um kleinere Varianten in 32 und 55 Zoll zu erweitern. Damit sollen auch Anwendungen in kleineren Umgebungen oder als interaktive Signage-Lösungen abgedeckt werden.