Der globale Markt für LED-Videodisplays ist im ersten Quartal 2026 nur leicht gewachsen, während die Umsätze erstmals seit 2022 rückläufig waren.
Laut dem aktuellen LED Video Displays Market Tracker von Omdia stiegen die weltweiten Auslieferungen im Jahresvergleich um 0,6 Prozent, gleichzeitig sanken die Erlöse um 2,3 Prozent. Hauptursache für den Rückgang ist das Segment mit Pixelabständen von 1,00 bis 1,99 Millimetern, das weiterhin die größte Umsatzkategorie darstellt und ein Minus von 6,8 Prozent verzeichnete.
Die Nachfrage in klassischen Anwendungsfeldern bleibt verhalten, insbesondere in entwickelten Märkten. Wachstum generieren dagegen weiterhin projektgetriebene Segmente wie Sport- und Kulturveranstaltungen, Smart-City-Initiativen, Hospitality, Hochschulen sowie Enterprise-Visualisierung, in denen LED zunehmend als bevorzugte Displaytechnologie eingesetzt wird. Besonders dynamisch entwickeln sich feinere Pixelpitch-Kategorien: Im Bereich von 0,60 bis 0,99 Millimetern legten die Auslieferungen um 11,6 Prozent zu; hier vereinen Leyard, Samsung und Unilumin zusammen 48,5 Prozent der Stückzahlen auf sich.
Regionale Unterschiede
Auch das Segment von 5,00 bis 9,99 Millimetern wuchs deutlich um 16,1 Prozent. Als neue Anwendung hebt Omdia unter anderem kugelförmige LED-Installationen hervor, deren Sichtbarkeit durch Projekte wie die Sphere in Las Vegas gestiegen ist.
Regional zeigt sich ein heterogenes Bild. Besonders stark wuchs der Markt in Asien und Ozeanien mit einem Plus von 16,9 Prozent, getrieben vor allem durch Indien, Indonesien und Vietnam. Nordamerika entwickelte sich stabil, unterstützt durch Investitionen in Sportstätten im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft sowie durch großformatige LED-Installationen im öffentlichen Raum.
Auf Anbieterseite setzt sich der Trend zur technologischen Differenzierung fort. Hersteller investieren verstärkt in Technologien wie COB und MIP, in Sub-1-mm-Pixelpitch, höhere Helligkeits- und Bildwiederholraten sowie energieeffizientere Systeme und nahtlose Displaylösungen. Gleichzeitig nimmt der Kostendruck zu. Geopolitische Konflikte, steigende Transportkosten und höhere Komponentenpreise belasten die Margen. Erste Anbieter haben daher bereits ab April 2026 begonnen, ihre Preise anzuheben.

