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Rechtsstreit in den USA

Planar verklagt Neoti

Der Display-Hersteller Planar wirft dem Konkurrenten Neoti vor, Planars TAA-Konformität in einem Buyer's Guide falsch dargestellt zu haben. Planar hat deshalb Klage eingereicht.
Das Planar-HQ in Hillsboro, Oregon (Foto: Planar)

Der US-amerikanische Hersteller Planar hat Klage gegen seinen Wettbewerber Neoti eingereicht. Dabei geht es um Aussagen, die Neoti auf der eigenen Website über Planar-Produkte veröffentlicht hat. Die rechtlichen Schritte wurden am 18. August seitens Planar öffentlich gemacht.

Konkret geht es um Behauptungen zu Herkunftsland und Konformität mit dem Trade Agreements Act, TAA, bestimmter Planar-Displayprodukte. Hierzu veröffentlichte Neoti einen „TAA Compliant LED Video Wall Buyer’s Guide“. Der Trade Agreements Act regelt, dass US-Bundesbehörden bei öffentlichen Beschaffungen nur Produkte aus den USA oder designierten Partnerländern kaufen dürfen. Der Guide von Neoti dazu ist weiterhin online abrufbar.

In der Vergleichstabelle für Anbieter führt Neoti Planar Systems als „Not Compliant“, beschreibt die Fertigung als „China with ‚Oregon-based assembly'“ und rät Käufern, die aktuelle Dokumentation sorgfältig zu prüfen. Diese Angaben würden sowohl die Fertigungsstruktur als auch das TAA-konforme Produktportfolio von Planar falsch darstellen, so Planar.

Planar verweist auf slowakisches Werk

Planar verweist auf sein Werk im slowakischen Prešov, in das der Hersteller 2018 investierte. Die Slowakei zählt zu den nach US-Beschaffungsrecht designierten Ländern.

Nach Angaben von Planar verfügt der Standort über mehrere automatisierte SMD-Fertigungslinien und stellt dort einen Teil der TAA-konformen Displayprodukte her. Weitere TAA-konforme Produkte bezieht das Unternehmen von Fertigungspartnern in Taiwan, ebenfalls ein designiertes Land. Planar betont, weiterhin Transparenz und Compliance sicherzustellen und Behördenkunden Produkte zu liefern, die die geltenden Beschaffungsanforderungen erfüllen.