Daktronics wird sein Werk im irischen Ennistymon schließen und verteilt die Produktion auf die USA, Mexiko und China. Zudem fährt der US-Displayhersteller seine MicroLED-Aktivitäten zurück.
Das Unternehmen aus Brookings, South Dakota, will so jährlich mehr als 18 Millionen US-Dollar vor Steuern sparen. Die Maßnahmen sind zur Mitte des Geschäftsjahres 2028 geplant.
Die Umstrukturierung kostet einmalig rund 15,8 Millionen US-Dollar, davon sieben Millionen im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2027.
Irisches Werk wird schrittweise heruntergefahren
Daktronics fährt die Fertigung in Ennistymon im County Clare schrittweise herunter. Bis Mitte 2028 soll das Werk weitgehend stillstehen. Laut Irish Times fallen dadurch mehr als 100 Arbeitsplätze weg. Ende April 2025 beschäftigte der Standort 116 Mitarbeiter.
Ohne das Werk spart Daktronics nach eigenen Angaben jährlich 7,7 Millionen US-Dollar vor Steuern. Dem stehen Kosten von 13,5 Millionen US-Dollar gegenüber, etwa für Abfindungen, den Rückbau des Werks, den Umzug von Anlagen und mögliche Abschreibungen.
Offene Aufträge will der Hersteller gemeinsam mit den Kunden abarbeiten. Zudem hält das Unternehmen Ersatzteile vor, um Garantie- und Servicepflichten zu erfüllen.
Fokus auf Mexiko und China
Die Kapazitäten verteilt Daktronics auf seine Werke in den USA, Mexiko und China. Das neue Werk in Mexiko hat kürzlich die erste Serie gefertigt. In China zieht der Hersteller in ein gemietetes Gebäude mit rund 33.000 Quadratmetern, das auf automatisierte Produktion ausgelegt ist.
Die US-Werke sollen umstrukturiert werden und effizienter arbeiten. Dafür setzt Daktronics auf natürliche Fluktuation und freiwillige Abgänge. Zusammen sollen diese Schritte jährlich rund sieben Millionen US-Dollar einsparen.
„Der Ausstieg aus Irland und die Anpassung unserer Fertigungskapazitäten helfen uns, die Auslastung im gesamten Werksnetz besser zu steuern, die Produktivität der Belegschaft zu steigern, die Basis für weitere Automatisierung zu legen und den Einkauf zu straffen“, sagt Ramesh Jayaraman, President und CEO von Daktronics.
Kunden aus den Bereichen Live-Events, Schulsport, Freizeitanlagen, Commercial und International beliefert Daktronics künftig aus allen drei Ländern. Welches Werk liefert, richtet sich nach Anforderung und Liefertermin. Intelligente Verkehrssysteme für Nordamerika fertigt das Unternehmen weiterhin vorwiegend in den USA.
Trotz der gekürzten MicroLED-Entwicklung behält Daktronics das erworbene geistige Eigentum. Der Schritt spart jährlich 3,1 Millionen US-Dollar vor Steuern. Für Abfindungen und weitere Kosten fallen rund 1,2 Millionen US-Dollar an.
Daktronics schließt Büros in Hongkong und Macau
Außerdem zieht sich Daktronics aus stark kundenspezifischen internationalen Verkehrsprojekten zurück, die rund 1,5 Prozent des Umsatzes ausmachen. Deshalb schließt das Unternehmen seine Büros in Hongkong und Macau, was jährlich rund 300.000 US-Dollar sparen soll.
In der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2027 rechnet Daktronics mit Einsparungen von rund fünf Millionen US-Dollar, im Geschäftsjahr 2028 mit 16 Millionen. Danach soll das volle Sparziel greifen.
„Die erwarteten Vorteile der heute angekündigten Initiativen ergeben sich vor allem aus einer niedrigeren strukturellen Kostenbasis, einer besseren Auslastung und Produktivität in der Fertigung sowie einer geringeren organisatorischen und operativen Komplexität“, sagt Howard Atkins, kommissarischer CFO von Daktronics.
Mit dem Umbau will Daktronics bis zum Geschäftsjahr 2028 jährlich um sieben bis zehn Prozent wachsen und eine operative Marge von zehn bis zwölf Prozent erreichen.

