Resistive Touchscreens – Unter Druck stark

Touch-Terminals, die im 24/7-Dauer-Einsatz im öffentlichen Raum oder im industriellen Umfeld eingesetzt werden, müssen besonders widerstandsfähig sein. Werden Displays im Außenbereichen verbaut, kommen noch die raue Witterung, extreme Temperaturschwankungen und die Gefahren von Vandalismus hinzu. Für solche Einsatzbereiche, bei denen es auf Robustheit und Ausfallsicherheit ankommt, sollten Displays mit der resistiven Touch-Technologie verwendet werden, die zudem noch kostengünstig sind.

Lebensdauer von 35 Millionen Touchs: Resistive Touchscreens

Lebensdauer von 35 Millionen Touchs: Resistive Touchscreens

Resistive Touchscreens reagieren nicht auf bloße Berührung, sondern auf Druckempfindlichkeit. Sie bestehen aus zwei elektrisch leitfähigen Schichten, einer Glas- oder Kunststoffscheibe, auf der eine flexible Polyesterschicht liegt, die durch Abstandshalter, so genannten Space-Dots, voneinander getrennt sind. Die beiden Innenflächen sind mit einem lichtdurchlässigen Halbleiter beschichtet. Unter den beiden Schichten befindet sich das eigentliche Display. Wird nun Druck ausgeübt, werden die beiden Schichten an diesem Punkt stellenweise verbunden. Da die Schichten einen Spannungsteiler bilden, an dem der elektrische Widerstand gemessen wird, kann die Position der Druckstelle von der Auswertungselektronik exakt ermittelt werden.

Um den Verschleiß durch die mechanische Belastung der Oberfläche beim Betätigen zu minimieren, arbeitet beispielsweise iiyama mit der sogenannten 5-Wire-Resistive-Touch-Technologie, die konstante Präzision auch noch nach jahrelangem Betrieb gewährleistet. Alle Elektroden liegen in der unteren Schicht, so dass der Monitor selbst bei massiver Beschädigung der oberen Schicht fehlerfrei weiterarbeitet. Allerdings sind bei der resistiven Touch-Technologie grundsätzlich keine Multitouch-, sondern nur Single-Touch-Interaktionen möglich, d.h. nur eine gleichzeitige Touch-Interaktion. Auch die bei Tablets oder unter Windows 8 schon weit verbreitete Gestenbedienung ist nur eingeschränkt möglich.

Resistive Touchscreens können nicht nur mit dem Finger (auch mit Handschuhen), sondern auch mit unterschiedlichsten Medien bedient werden, z.B. jeder Art von Stift.

Das robuste Design der resistiven Touchscreens von iiyama sorgt für eine besonders lange Haltbarkeit und höchste Ausfallsicherheit, da es für Lebenszyklen von durchschnittlich 35 Millionen Touch-Berührungen ausgelegt ist (Verschleißgrenze).

Zudem sind resistive iiyama-Monitore nach IP54 klassifiziert, d.h. sie sind gegen Staub und Spritzwasser geschützt. Für größtmögliche Flexibilität im Einsatz bieten die resistiven Displays von iiyama eine Vielzahl analoger und digitaler (DVI-) Eingänge für Daten und Video sowie Touchscreen-Anschlussmöglichkeit über USB oder RS232. Die Touch-Option kann auch über das Display-Menü problemlos deaktiviert werden. Das Touch-Dienstprogramm ermöglicht eine 4-Punkt-Kalibrierung und 9/25- Punkt-Linearisierung. iiyama bietet insgesamt acht verschiedene resistive Modelle in 15“, 17“ und 19“ in schwarzem oder weißem Gehäuse an.

Resistive Touch-Monitore von iiyama werden in Kiosksysteme am POI und POS (Kassensysteme) im Einzelhandel, in der Messtechnik, für Automatisierungslösungen, zur Steuerung von Produktionsanlagen oder auch in der Logistik eingesetzt.