Branchenreport Lebensmittelhandel Teil III, Seite 3

Wie muss man sich einen Roll-out, also die Installation des gesamten Systems vorstellen?

Robin Struve: Dies war ein wichtiger Grund, warum die Entscheidung für Neo Advertising gefallen ist. Wir haben vorgegeben,wie wir uns den Roll-out vorstellen: Keine Kundenbeeinträchtigung, keine Lautstärke im Laden. Wir haben sogar Läden, in denen Sie nicht mal nach Ladenschluss arbeiten können. Über den Läden befinden sich Wohnungen, da müssen strengste Lautstärkebestimmungen eingehalten werden.

Und das lief alles reibungslos?

Robin Struve: Alles, was wir vorgegeben haben, ist hundertprozentig eingehalten worden. Das Ganze lief total problemlos. Die Vorbesprechungen mit Neo Advertising haben bei uns im Haus stattgefunden. Im Zuge der Gespräche wurden die Standorte für die Monitore ausgewählt, die räumlichen Gegebenheiten in den verschiedenen Läden geklärt und geschaut, was noch zusätzlich an Installationsaufwand betrieben werden muss.

Die eigentliche Installation ist zu 95 % über Nacht passiert. Dort, wo dies nicht möglich war, wurden die Arbeiten in den Stunden durchgeführt, in denen am wenigsten Kunden im Markt sind. Das hat zu 100 % so geklappt, wie besprochen. Ein sensationell reibungsloser Ablauf.

Haben Sie schon Feedback von Ihren Kunden eingeholt?

Nestlé-Spot bei Edeka

Nestlé-Spot bei Edeka

Robin Struve: Der Kunde merkt natürlich, wenn sich in seinem Supermarkt – seiner Einkaufsstätte, in der er regelmäßig einkaufen geht – etwas ändert. Wenn Sie dann 15 Screens mit bis zu 42 Zoll dort aufhängen, dann sorgt dies erst mal für Aufmerksamkeit beim Kunden. Es gab natürlich einen Austausch zwischen Mitarbeitern und Kunden. Neo Advertising wollte natürlich auch wissen, ob sie bei uns auf dem richtigen Weg sind, und haben daher eine Umfrage in unserem Flagship Store in Bramfeld durchgeführt. Dazu haben sie 300 Kunden befragt. Mit dem Ergebnis einer durchgehend positiven Resonanz auf die Screens.

Ein Ergebnis, das Sie in Ihrer Entscheidung bestätigt hat?

Robin Struve: Für mich ist die Resonanz der Kunden ohne die direkte Ansprache wichtiger. Ob durch Anrufe, per Mail oder über unsere Mitarbeiter. Wenn es z.B. zu einem Fehler im Preis auf der Bildschirmanzeige kommt, dann teilen uns die Kunden das sofort mit. Das ist für mich ein ganz klares Zeichen dafür, dass die Screens von den Kunden durchaus wahrgenommen werden. Und damit auch die Werbung.

Die alles entscheidende Frage: Konnten Sie einen höheren Abverkauf verzeichnen?

Robin Struve: Man muss sicherlich differenzieren, ob nun Werbung für einen neuen oder einen eingefahrenen Artikel gemacht wird. Und ob der Artikel über den Preis beworben wird.

Wir haben gerade am Anfang natürlich näher darauf geschaut und können sagen, dass die Artikel, die auf den Screens laufen, bis zu 30 % mehr abverkauft werden. Dabei muss man allerdings berücksichtigen, dass diese Artikel auch im Handzettel beworben werden, eventuell im Instore-Radio laufen und im Laden selbst häufig noch einmal besonders herausgestellt werden.

Wäre es für Sie interessant zu messen, wann und wie viele Kunden auf die Screens schauen, also ein Audience Tracking?

Robin Struve: Uns reicht das Feedback, das wir jetzt haben. Die Wahrnehmung bei den Kunden ist vorhanden. Ich glaube, dass am Ende die Kaufentscheidung beim Kunden subtiler ist, als man denkt. Unsere Aufgabe ist es, den Kunden zum Kauf zu animieren – durch Beratung, überzeugende Warenpräsentationen und durch Qualität. Es ist immer ein Gesamtpaket. Für uns würden solche Systeme so viele detaillierte Informationen liefern, dass wir die am Ende des Tages gar nicht mehr verwerten könnten. Für uns also eher uninteressant.

Sie werden bald Ihren dreizehnten Markt eröffnen. Wird auch dort Digital Signage zum Einsatz kommen?

Robin Struve: Definitiv. Das Konzept, so wie wir es haben, funktioniert. Das werden wir so auch für neue Standorte übernehmen. Bisher haben wir nur positive Resonanz von den Kunden erhalten. Wir haben aus den Lernprozessen, die wir in den ersten Märkten durchlaufen haben, wichtige Informationen gewonnen. Diese geben wir an Neo Advertising weiter und diskutieren dann das Projekt für den neuen Markt. Die Erfahrung von beiden Seiten fließt damit ein. Wir werden also unser Konzept konsequent weiter verfolgen.

Herr Struve, vielen Dank für das Interview. (eca)