Flughafen München: Hauptsache gut informiert

Der Flughafen München rangiert die herkömmlichen Flugzeiten-Anzeigetafeln nach und nach aus – und die neue LCD-Generation übernimmt das Steuer.

In München handelt es sich um eine Videowand mit 24 Displays (Bild: InoNet / Flughafen München)

In München handelt es sich um eine Videowand mit 24 Displays (Bild: InoNet / Flughafen München)

In Sachen Digital Signage hat sich einiges getan am Münchner Flughafen. In den vergangenen zwölf Monaten haben dort digitale Fluginformationsdisplays, kurz FIDs, Einzug gehalten, die nun einen Teil der alten Anzeigen ersetzen. Sie informieren die Passagiere, ob ihr Flug pünktlich in den Urlaub startet, oder unterrichten die Abholer, wann der langersehnte Ankömmling wieder bayerischen Boden unter den Füßen hat. Die InoNet Computer GmbH aus Oberhaching installierte das Netz mit inzwischen insgesamt 86 LCD-Bildschirmen von NEC Display Solutions.

Zur Installation gehören inzwischen fünf einzelne Displays an Terminal 1. In den Ankunftsbereichen der Module A bis E hängen außerdem fünf Doppeldisplays. Fünf Videowände informieren die Fluggäste dagegen in den Abflugbereichen. Sie bestehen jeweils aus vier übereinander und drei nebeneinander angeordneten Bildschirmen und sind insgesamt sieben Quadratmeter groß. Zwei von ihnen hat InoNet zu einer großen Wand aus 24 Displays gruppiert. Der Integrator verwendete für die gesamte Installation die NEC-Displays X462UN in 46 Zoll. Dank ihrer besonders schmalen Rahmen misst der Bildabstand zwischen zwei Monitoren nur 7,3 Millimeter.

Der Industrie-PC Magnius-I von InoNet steuert – für die Passagiere unsichtbar – die zwölf zur Videowand gruppierten Displays (Bild: InoNet / Flughafen München)

Der Industrie-PC Magnius-I von InoNet steuert – für die Passagiere unsichtbar – die zwölf zur Videowand gruppierten Displays (Bild: InoNet / Flughafen München)

Eine Konfigurationssoftware berücksichtigt die Displayränder und rechnet sie automatisch aus dem dargestellten Bild heraus. Das Ergebnis ist ein nahezu übergangsloses Bild mit realistischen Proportionen über mehrere Displays hinweg. Identische Farbwerte und Helligkeiten der einzelnen Screens in den Videowänden erreichte InoNet mit dem sogenannten Display Wall Calibrator von NEC. Dieses Werkzeug vereinfacht es außerdem, ein neues Display in die Wand zu integrieren und die Bilddarstellung anzupassen. Dafür lesen die Installateure die Kalibrierdaten ein und der neue Monitor erhält die Kontrast-, Helligkeits- und Gamma-Werte über die RS232-Schnittstelle.

Bei der Helligkeit von 500 Candela pro Quadratmeter, die dort eingestellt ist, verbraucht jeder Bildschirm gerade einmal 200 Watt Strom. Angesteuert werden sie von angepassten integrierten Industrierechnern des Typs Magnius-I/WM12DP von InoNet. Die Systeme sind für den 24-Stunden-Dauereinsatz ausgelegt und können kostengünstig sowie einfach gewartet werden – darauf legte die Flughafen München GmbH (FMG) Wert. Im Gegensatz zu einigen anderen Flughäfen kombiniert der Münchner die Fluginformationsdisplays nicht mit digitalen Werbeanzeigen.

Moderne LCD-Bildschirme von NEC ersetzen an vielen Stellen des Münchner Flughafens die alten LED-Wände (Bild: InoNet / Flughafen München)

Moderne LCD-Bildschirme von NEC ersetzen an vielen Stellen des Münchner Flughafens die alten LED-Wände (Bild: InoNet / Flughafen München)

Dazu sagte der Leiter Werbung, Medien, Marketing der FMG, Michael Otremba, zu invidis consulting: „Wir möchten gerade in diesem für eine schnelle Information und Orientierung sehr relevanten Bereich den Fokus ausschließlich auf die Information legen.“ Für den, der dennoch Werbung schauen möchte, ist die neueste Installation, die InoNet für die FMG realisierte: eine Drei-mal-drei-Videowand in einem der Duty-free-Shops an Terminal 2, ebenfalls aus NEC-Displays.

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