Case Study

hella Screen Fridge – Getränkemarke setzt auf transparente Screens am PoS

- Das Mineralwasser hella ist vor allem in Norddeutschland ein Begriff. Jetzt setzt die Marke dort in neun Supermärkten auf Kühlschränke mit transparenten Displays. Konzept und Content des hella Screen Fridge stammen von pilot Screentime, als CMS wird Scala eingesetzt. von Thomas Kletschke

Neuer Hella ScreenFridge am PoS (Foto: pilot Screentime)

Neuer Hella Screen Fridge am PoS (Foto: pilot Screentime)

Transparente Displays sind seit einiger Zeit verfügbar. Installationen mit transparenten Screens finden sich im deutschsprachigen Raum bisher aber nicht in großen Mengen  – zumindest wenn man die sonstige Marktdurchdringung mit Digital Signage als Maßstab nimmt.

Erst kürzlich haben auch die Marktforscher von IHS prognostiziert, dass sich die transparenten Displays für viele Anwendungen auf absehbare Zeit nicht lohnen werden. Ausdrücklich ausgenommen sind den Experten zufolge aber B2B-Bereiche wie Einzelhandel und Gastronomie.

Und genau dort finden sich die Installationen, die überhaupt bekannt sind. Kürzlich hatten wir über den Roll out von Coolern mit transparenten Displays für Heineken berichtet, der in Irland und UK stattfand.

Nun gibt es einen neuen Case in Deutschland. Das Besondere daran: Auch Hersteller, die keine Schwergewichte auf dem Weltmarkt sind, lassen sich darauf ein, am Point of Sale etwas Neues zu wagen – was der Marke und dem Handel gleichermaßen zugute kommen dürfte.

In Pinneberg sitzt der Mittelständler Hansa Mineralbrunnen GmbH, deren Mineralwasser hella vor allem in Norddeutschland ein Begriff ist. Jetzt hat sich hella – Claim: Von Grund auf frisch – auch auf eine sehr frische Idee für den Point of Sale eingelassen. Bei sieben Einzelhändlern in Hamburg sowie zwei Geschäften in Schleswig-Holstein setzt man nun den eigenen Cooler hella Screen Fridge ein, der jeweils mit einem transparenten Display ausgestattet ist.

Vorteil des Mediums - verschiedene Produkte können beworben werden (Foto: pilot Screentime)

Vorteil des Mediums – verschiedene Produkte können beworben werden (Foto: pilot Screentime)

Dabei probiert man nicht nur einen speziellen Screen aus, sondern ist auch in Bezug auf das Medium in neuen Gewässern unterwegs. Die Pinneberger sind Digital Signage gegenüber sehr aufgeschlossen, haben DS aber bisher gar nicht bespielt, so das Unternehmen auf invidis-Nachfrage. Die ersten Reaktionen von Supermarktkunden und Handel sind positiv.

Die Screen-Külschränke hat pilot Screentime konzipiert. Auch die Contents erstellt die Agentur. Genutzt werden gepimpte Kühlschränke von Liebherr, die jeweils mit einem durchsichtigen 47″ Full HD-Display veredelt wurdem. Neben Logo und Slogan des norddeutschen Unternehmens wird auf den transparenten Screens abwechselnd die gesamte Produktpalette mit Fokus auf den hella-Neuprodukten 2015 präsentiert: vom klassischen Mineralwasser, über Wasser mit Geschmack, Fruchtschorlen bis hin zu Limonaden.

Auch aktuelle Informationen, Bilder oder Grafiken, beispielsweise zu den Wetteraussichten, erscheinen in regelmäßigen Abständen auf dem Display. Bespielt werden die Geräte über Software von Scala. Durch die flexible Gestaltung der Inhalte können darüber hinaus Marktinformationen wie Ladenöffnungszeiten auf den Displays eingespielt werden. Einzelhändler wie Rewe, Edeka oder Famila nehmen an der nun angelaufenen Pilotphase bis zum Ende des Jahres teil.

Integriert sind Rechner, die jeweils via UMTS von extern erreichbar sind. Bei Bedarf kann das Signage-System aber auch über ein lokales LAN oder WLAN eingebunden werden. Neben Screen, Kühlung, Software und Mediaplayer sorgt eine regelbare Innenbeleuchtung dafür, dass der Kühlschrank-Inhalt durch den transparenten Screen immer sichtbar bleibt.

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