Store Front Signage

Plädoyer für Helligkeit – Digital Signage Tops & Flops im Schaufenster

- Der Frühling ist nun endgültig eingezogen, Uhren sind auf Sommerzeit vorgestellt und in europäischen Schaufenstern entziehen Reflexionen großformatigen Displays wieder die Aufmerksamkeit. Eine invidis Site Inspection der Stuttgarter Innenstadt bringt sehr viel Schatten (oder Reflexionen) und wenige Lichtblicke. Ein Plädoyer für sonnenlichttaugliche Displays. von Florian Rotberg

Beste sonnenlichttaugliche Digital Signage Installation in Stuttgart (Foto: invidis)

Schaufenster und Sonnenschein – Tops und Flops (Foto:invidis)

Es ist Dienstagvormittag, sonnige 16 Grad – in der Stuttgarter Königstraße ist der Verkehr noch übersichtlich. Zum Einkaufsbummel am Werktag kommen hauptsächlich Mütter mit Kinderwagen, Rentner und Touristen. Knapp die Hälfte der Schaufenster entlang der Haupteinkaufsstraße der baden-württembergischen Hauptstadt verfügen über Bildschirmen in ihren Auslagen.

Die Installationen unterscheiden sich in Anzahl und Komposition. Mal dominant mit 50 Videowall Displays bei Hollister, oft dezent mit einzelnen Displays, mal groß mit NEC 75“ Bildschirm bei TUI, mal äußerst klein mit Stretched Display bei Deichmann. Teilweise wirklich imposante und bemerkenswerte Digital Signage-Installationen, wie bei der dänischen Besteller-Tochter Only.

Sonnenlicht und Schaufenster Digital Signage - Tops & Flops in Stuttgert (Galerie zum anklicken)

Sonnenlicht und Schaufenster Digital Signage – Tops & Flops in Stuttgert (Galerie zum anklicken)

Die Digital Signage-Investitionen sind meistens fünfstellig – bei Hollister auch leicht sechsstellig. Deshalb ist es besonders bedauerlich, dass sonnenlichttaugliche Installationen immer noch ein Ausnahme sind. In der Stuttgarter Innenstadt überzeugt an diesem sonnigen Frühlingstag alleine der niederländische Unterwäschen-Spezialist Hunkemöller mit der besten Installation. Auch bei direkter Sonneneinstrahlung überzeugte Hunkemöller nicht nur mit ansprechendem Content sondern mit brillanten Farben und Kontrast.

Auch andere Filialisten setzen im großen Stil auf High Brightness Displays – u.a. Deutsche Bank und Deutsche Telekom. Doch die breite Masse spart im Schaufenster offensichtlich am falschen Ende. Auch wenn der Aufschlag mit 1,5x bis 4x zu normalen Digital Signage-Displays immer noch spürbar ist – der Unterschied ist bei Sonnenschein wie Tag und Nacht.

In diesen Wochen ist jetzt also wieder die Zeit für Integratoren und Agenturen gekommen, ihre Bestandskunden und potentielle Endkunden an die Hand zu nehmen und sie durch Fußgängerzonen zu begleiten. Ein sonniger Tag vorausgesetzt und die Argumente pro sonnenlichttauglichen Displays präsentieren sich wie auf einem Silbertablett.

Die Bildergalerie oben zeigt nur eine Momentaufnahme ist aber durchaus repräsentativ. Einige der gezeigten Installationen sind bereits am Lebensende (z.B. Commerzbank) und bei anderen sind Sonnenlicht-Displays noch nicht in der Größe verfügbar bzw. in der Größe nahe unbezahlbar (TUI Flagshipstore mit NEC 84“ Display).

High Brightness, Sunlight Readable oder Transreflexiv – sonnenlichttaugliche Displays und Technologien haben viele Namen. Gemeinsam haben sie die bis 10x höhere Helligkeit und passende Lüftung. Denn Schaufenster reflektieren dank spezieller Beschichtung die Umgebung oft noch mehr als normale Glasflächen.

2 thoughts on “Store Front Signage: Plädoyer für Helligkeit – Digital Signage Tops & Flops im Schaufenster

  1. High Brightness muss es nicht immer sein, LG bietet mit seinen Shine Out Displays 42 / 47 und 55 WX30 Modellen, ausgezeichnette Schaufensterlösungen, die nur 700 cd/m² benötigen. Die Haltbarkeit der dieser Displays ist deutlich höher und die Leistungsaufnahme ca 70% geringer, als bei den High Brightness Displays.

    • Neben LG bieten natürlich auch Samsung, NEC und weitere Displayanbieter sonnenlichttaugliche Displays an. Mal setzen die Hersteller auf transreflexive Lösungen mal auf pure Leuchtkraft.

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