Case Study

Wie Hunkemöller seine Flagships ausstattet

- Scent, Signage und Sound: nur drei Komponenten des Multichannel-Konzepts von Hunkemöller, mit denen sich die Dessous-Marke am PoS vom Wettbewerb absetzt. Wir stellen die Flagships in Düsseldorf, Antwerpen und Amsterdam vor, die nach diesem Konzept eingerichtet wurden. von Thomas Kletschke

Inszenierung in einem Hunkemöller Flagship (Footo: DOBIT)

Inszenierung in einem Hunkemöller Flagship (Foto: DOBIT)

Hunkemöller setzt am Point of Sale auf interaktives Digital Signage, um die eigene Marke sowie Sub-Labels noch besser zu inszenieren. Wie bei anderen Größen im Modehandel setzt man dabei auch auf Flagships, die wiederum den kleineren Filialen Impulse geben.

Mit 180 Filialen in den Niederlanden und 100 in Belgien und Luxemburg ist Hunkemöller Marktführer in den Benelux-Ländern. Auch hierzulande ist die Dessous-Kette mit zahlreichen Geschäften vertreten.

In Deutschland gibt es am Standort Düsseldorf inzwischen auch den ersten nationalen Flagship. Wie seine Pendants in Amsterdam und Antwerpen wurde hier bei Shop Fitting, Lighting und Signage auf eine passende Gesamtlösung geachtet. Da Hunkemöller zudem seit einiger Zeit das Thema Multichannel in den Blick nimmt, waren Lösungen gesucht, die Vetriebskanäle verbinden können.

Um das Einkaufserlebnis für die Kunden zu verbessern, spricht Hinkemöller dabei alle Sinne an. Neben Bewegtbild-Content sorgen Audio, Lighting und Scent für die multisensorische Verführung am Point of Sale.

Die drei Flagship Stores in Amsterdam, Antwerpen sowie Düsseldorf arbeiten alles mit den zugehörigen Medien, unterschieden sich aber dennoch. In Amsterdam etwa werden ausschließlich die sexieren Produktlinien verkauft, während der Shop in Düsseldorf auch sportliche Linien führt. Der Flagship im belgischen Antwerpen ist Europas größter Hunkemöller Flagship.

Hunkemöller Flagship - Kassenzone mit Video Wall und PoS-Systemen (Foto: DOBIT)

Hunkemöller Flagship – Kassenzone mit Video Wall und PoS-Systemen (Foto: DOBIT)

Grundgedanke beim Interior Design war das Mansion Feeling. Ein wenig Herrenhaus für die Dame, das ist das zugrunde liegende Konzept in allen drei Läden, das sich vom Shop Fitting her zeigen soll – und das die Multichannel-Installationen durchgehend unterstützen.

Digital Signage und Bewegtbild gab es bei Hunkemöller auch bisher schon, so Britta Hall, Hunkemöller Global Retail Marketing und Visual Merchandise Manager. „Aber in Bezug auf Innovation haben wir in den Flagships einen Schritt weitergegangen.“ Digitalisierung am PoS sei zweifellos der wichtigste Trend, den man definitiv nicht verpassen wollte.

Am Kassenbereich etwa setzt man auf Video Walls. Unser Aufmacherbild zeigt die Video Wall des Stores in Antwerpen, der 2014 den ersten Platz beim Prix Mercure / Mercurius Award ergatterte. Denn der Store – wie die beiden Pendants in Deutschland und den Niederlanden – setzt das Erlebnis vom Kassenbereich über die Fläche bis in die Umkleidekabine fort. Selbstverständlich gehört Shopping Window Signage ebenfalls zum Instrumentarium in den Flagships sowie bei Filialen. Kürzlich machte etwa das Schaufenster-Signage von Hunkemöller in Stuttgart eine gute Figur – und das bei sehr heller Sonnenlichteinstrahlung. Dabei setzt man durchgehend auf Screens von Samsung.

Interaktive Touch-Tische wurden ebenfalls angeschafft. Für Installation und Wartung der Signage-Systeme bei Hunkemöller ist DOBIT Solutions aus Belgien zuständig. Bei dem Roll out waren neben DOBIT auch Integrator Kega und Mood Media mit im Boot. Als Digital Signage-Software kommt Scala zum Einsatz. Alle Implementierungen gehören zum Project Ann, Hunkemöllers übergreifendem Multichannel Project, das bei den „reta Awards 2015“ des EHI in der Kategorie Best Customer Experience den dritten Platz errungen hat. Bei den Touch-Lösungen setzt DOBIT auf solche von Elo Touch Solutions. In den Umkleidekabinen etwa, können Kundinnen einevon mehreren Lighting-Stimmungen über einen Touchscreen abrufen (siehe Video unten). Auch in den Schaaufenstern wird LED Lighting als Blickfang eingesetzt.

Schon jetzt zeigt sich, dass die Kundinnen die interaktiven Features lieben. So sei die via Screen leicht umgestaltbare Kabine in Befragungen sehr gut angekommen. Auch die Video Wall im Kassenbereich begeisterte die Befragten.

Die Marke möchte beim Erreichten nicht stehenbleiben – das Project Ann läuft weiter. In naher Zukunft wolle man noch mehr experimentieren, und die digitale Kommunikation weiter verändern, so Britta Hall. Dazu gehöre auch ein Instore Web-Shop.

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