DooH-Branche

Dividenden, steigende Kurse und Aktien-Rückkaufprogramme bei Außenwerbern

- JCDecaux und Ströer: Der weltgrößte Außenwerber und Deutschlands größter OoH-Experte haben in den vergangenen zwei Jahren offenbar durchgehend gut gewirtschaftet. Das honorieren die Börsen – und die beiden Branchen-Schwergewichte versüßen auch ihren Anteilseignern den Alltag. von Thomas Kletschke

Handelssaal an der Börse Stuttgart - Symbolbild (Foto: Börse Stuttgart)

Handelssaal an der Börse Stuttgart – Symbolbild (Foto: Börse Stuttgart)

DE0007493991 und FR0000077919: Diese beiden jeweils zwölfstelligen alphanumerischen Codes konnten Anlegern in den vergangenen Jahren einige Freude bereiten. Dahinter verbergen sich die Ströer Media S.E. und JCDecaux S.A.

Denn die beiden großen Außenwerbeunternehmen haben in den vergangenen fünf Jahren kontinuierlich an Wert zulegen können – bei Ströer gab es allerdings auch mal Ausschläge nach unten. Aber seit Anfang 2013 können Fans der Franzosen sowie Freund der Deutschen auch am Kapitalmarkt miterleben, dass sich die beiden Branchenriesen gut entwickelten.

Aufgrund der vorerhigen Talfahrt machte sich das bei Ströer besonders bemerkbar: Seit Anfang 2013 bis jetzt hat sich der Kurs je Aktie mehr als versechsfacht. Und auch bei JCDecaux konnten sich Anleger freuen – nämlich über eine Verdoppelung im gleichen Zeitraum. Indizien dafür, dass – auch in Krisen genug Substanz da ist, dass nach Krisen relativ schnell eine Erholung erzielt werden kann. Die verschiedenen Außenwerbeformen haben sich zu einem gesamtwirtschaftlich zwar nicht gigantischen, aber dennoch nicht unwichtigen Wirtschaftszweig mit Perspektive entwickelt.

Beide Konzerne haben dabei die Verbesserungen genutzt: einmal, um ihre Zukunftsfähigkeit zu verbessern. So investieren beide Unternehmen auf ihre je eigene Art weiter in technologische Entwicklungen, etwa bei Digital-out-of-Home oder beteiligen sich rege an Ausschreibungen, um ihre Claims auszuweiten. Zudem haben die börsennotierten Firmen zeitgleich durch Übernahmen gezeigt, dass man innovative kleine Player gerne integriert – wenn die Kartellwächter nichts dagegen einzuwenden haben.

Durch zeitgleichen Schuldenabbau machen sie sich auch auf Unwägbarkeiten gefasst, etwa die international in vielen Märkten und Währungsräumen aktiven Franzosen.

Auch für die Anteilseigner bleibt noch etwas übrig: So gibt aktuell JCDecaux rund 500 Millionen Euro in einem Aktienrückkaufprogramm aus, um etwa 5,57 % der eigenen Anteile vom Markt zurück zu kaufen – ein immer gern gesehenes Goodie auf den Kapitalmärkten. Ende diesen Monats wird Ströer seine HV abhalten. Dort wird nichts Weltbewegendes zu erwarten sein – es läuft einfach zu gut für Gezänk. Dort wird wohl auch eine Belohnung beschlossen, in Form einer Dividende. Für Gewinnrücklagen und weitere Maßnahmen hat sich der Konzern ebenfalls große Teile des Bilanzgewinns reserviert.

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