Technologie

Streaming von HDR Content – Amazon Prime ist Erster

- Seit kurzem können TV-Zuschauer endlich auch hierzulande Inhalte in HDR streamen. Der gefühlte EU-, wenn nicht weltweite Monopolist Amazon sorgt für die Verbreitung. Aktuell kann Samsung mit seinen SUHD TVs vom Trend profitieren, weitere Hersteller dürften bald nachziehen. von Thomas Kletschke

120 Zoll HDR TV RS120-B3 setzt auf Dolby Vision (Foto: Vizio)

120 Zoll HDR TV RS120-B3 setzt auf Dolby Vision (Foto: Vizio)

Auf dem deutschen Markt treffen manche technologischen Änderungen verzögert ein. Dazu zählt auch die Nutzung von Content in High Dynamic Range (HDR)-Qualität.

Vor wenigen Tagen ist Amazon Prime im deutschen B2C Markt als erster Anbieter mit einem entsprechenden Angebot gestartet. HDR sorgt auf den Screens für einen höheren Kontrast, Farben erscheinen dadurch satter und heller – auch in dunklen Bereichen des Bilds.

Momentan zeigt Amazon lediglich SUHD TVs von Samsung als mit dem HDR Streaming kompatible Modelle an. Damit ist TV respektive Content Streaming mit HDR noch ein High End-Thema (Ultra HD-Geräte von jeweils mehreren Tausend Euro) sowie ein Alleinstellungsmerkmal von Samsung. Sicherlich werden auf der CeBIT 2015 weitere Hersteller mit HDR TVs auf den Markt kommen. Derzeit hat HDR ein großes, ein hausgemachtes Problem: Noch ist hier für den Bereich Bewegtbild keine von allen Marktteilnehmern akzeptierte einheitliche Norm fertiggestellt, wenn auch auf den Weg gebracht.

Mit HDR lassen sich Inhalte noch ansprechender darstellen (Grafik und Fotos: Vizio)

Mit HDR lassen sich Inhalte noch ansprechender darstellen (Grafik und Fotos: Vizio)

In den USA ist die Marke Vizio ebenfalls mit einem HDR UHD Full Array LED TV auf dem Markt, ein 800 nit helles 120 Hz Modell aus der Reference Serie, das Dolby Vision einsetzt – so wie andere TV-Hersteller (etwa: TCL, Philips, Hisense und Sharp) auch. Samsung setzt ein eigenes HDR Format ein, andere Hersteller wie LG, Panasonic oder Sony stehen ebenfalls mit eigenen HDR Varianten in den Startlöchern.

Zu wünschen wäre mehr Einigkeit bei Definition und Standardisierung, um eine größere Marktakzeptanz durch die Kunden erst richtig zu ermöglichen. Noch sind sich die Hersteller hier aber nicht einig.

Auch den Inhalte-Anbietern wie Amazon, Netflix und Co. wird daran gelegen sein, die zu höheren Preisen produzierten Inhalte eine möglichst großen potenziellen Publikum anbieten zu können. Ob und in welchem Tempo und Umfang die Kunden auf HDR setzen, bleibt abzuwarten. Aber klar ist auch: Neben hoher Auflösung werden Blickwinkelstabilität, Farbtreue, neue und größere Farbräume, hohe Auflösungen bei möglichst hohen PPI Werten Stück für Stück zu neuen Standards – und zwar in verschiedenen Consumer-Segmenten wie TV, Tablet und Tisch-PC sowie in Produktion und Post Produktion von Multimedia-Inhalten für Handel, Werbung und andere vertikale Märkte.

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