Digital-out-of-Home Kampagne

Dieser Screen lässt dich mit Anne tanzen, damit du die Parkinson Forschung unterstützt

- Ernstes Thema, aber eine kreative Umsetzung mit Anne, einem an Parkinson erkrankten Testimonial: Die La Trobe University nutzte interaktive Screens und Sensorik, um auf Erkenntnisse und Behandlungsmethoden zu Parkinson aufmerksam zu machen. von Thomas Kletschke

An Parkinson erkranktes Testionial Anne auf dem Screen und Passantin (Screenshot: invidis)

An Parkinson erkranktes Testionial Anne auf dem Screen und Passantin (Screenshot: invidis)

Gesundheitsthemen und Prävention sind in digitalen Medien allgegenwärtig. Ob Patienten TV, Wartezimmer TV oder die Ratgeber-Ecken und Rubriken auf Digital-out-of-Home Kanälen wie Public Video – alle setzen zumindest auch bis hin zu sehr vertiefend auf diese Themen.

Ratgeber Content befasst sich mit oft Themen die dröge sind, kompliziert zu erklären sind, die manchmal sogar Angst machen.

Wer mag schon gerne über Forschung zu Parkinson informiert werden, wenn er auf dem Weg zur Arbeit ist? – Oder besser: Wie geht das?

Angesichts des nahenden 21. Oktober 2015 – den nicht nur Fans, sondern auch die zugehörige Back to the Future Industrie und die mit ihr verbandelten Markenunternehmen herbeisehnen – hätte man eine Parkinson Kampagne mit Michael J. Fox starten können. Bekanntlich ist der Schauspieler selbst an Parkinson erkrankt.

Aber während Pepsi sich auf die Ankunft von Marty McFly freut (und auch Nike, die zwar keine entsprechenden Zurück in die Zukunft-Quadratlatschen auf den Markt bringen, aber das Thema sicherlich featuren werden), wie ansonsten die üblichen Gruppen auf den Erlöser, Weihnachten und das Erscheinen von Meister Yoda persönlich, kommuniziert die La Trobe University aus Melbourne ihr Thema zwar aufmerksamkeitsstark und spannend, aber auch etwas leiser und in jedem Fall geschmacksicher.

Die australische Universität machte ein Forschungsergebnis plastisch:. Demnach soll Tanzen gegen Symptome der Krankheit helfen – zumindest schmerzlindernd.Also ließ die Uni an drei Standorten in Melbourne interaktive Screens mit einer Kampagne bespielen. Ausgewählt wurden drei Bahnhöfe – es stand also aufgrund der hohen Frequenz (Pendler, Reisende) ein ausreichend großes (Tanz-) Zielpublikum zur Verfügung.

Die von JCDecaux Australia und Agentur J. Walther Thompson umgesetzte Kampagne lief vom 22. September bis 5. Oktober 2015 auf Screens in den Bahnhöfen Southern Cross Station, Melbourne Central Station und der Flinders Street Station. Mit externer Sensorik wurden Bewegungen der Passantinnen und Passanten erfasst, damit der entsprechende Film mit dem Model Anne startete.

Testimonial Anne ist selbst an Parkinson erkrankt und nutzt Tanz als Teil der Therapie gegen die Symptome der Krankheit, die das zentrale Nervensystem stark beeinträchtigt.

Wer bei diesen Moves nicht mittanzt, ist eines Hoverboard nicht würdig.

Einen Kommentar hinterlassen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.