Außenwerbung in Deutschland

Ströer legt neue Zahlen vor – Digital treibt Konzern

- Schneller als erhofft sorgen die Digital Geschäfte bei Ströer für weiteres Wachstum. Im Jahr 2016 sollen die Umsätze bei Ströer schon 1,1 Milliarden Euro bis 1,2 Mrd. Euro betragen. Auch das Operational EBITDA soll im kommenden Jahr auf bis zu 280 Millionen Euro anwachsen. von Thomas Kletschke

DUS Ad Walk-Screens aus dem Ströer Portfolio (Foto: Infoscreen)

DUS Ad Walk-Screens aus dem Ströer Portfolio (Foto: Infoscreen)

Die Ströer SE setzt im dritten Quartal 2015 ihr dynamisches und stark von der Digitalisierung geprägtes Wachstum fort und bestätigt die positive Geschäftsentwicklung der vergangenen Quartale. Auf Basis der schneller als ursprünglich erwarteten Entwicklung des Digitalgeschäfts hob Ströer die Prognose für die Geschäftsergebnisse für 2015 und 2016 deutlich an: Das Unternehmen rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit einem Operational EBITDA von bis zu 200 Millionen Euro (bisher 180 Millionen Euro).

Für 2016 geht Ströer sogar von einem Konzernumsatz von 1,1 bis 1,2 Milliarden Euro (bisher 1 Milliarde Euro) und einem Operational EBITDA von 270 bis 280 Millionen Euro (bisher 230 bis 240 Millionen Euro) aus. Bereits im kommenden Jahr soll die Hälfte des Operational EBITDA im Digital Segment erwirtschaftet werden.

Das organische Umsatzwachstum im dritten Quartal 2015 beträgt 10%. Insgesamt wuchs der Umsatz im dritten Quartal auf 189,8 Millionen Euro und in den ersten neun Monaten um 9% auf 553,2 Millionen Euro. Die positive Umsatzentwicklung wirkte sich auch auf das Operational EBITDA aus. Im Vergleich zum dritten Quartal des Vorjahres wuchs das Operational EBITDA stark um 44% auf 43,4 Millionen Euro an.

Der bereinigte Jahresüberschuss (net profit) verdoppelte sich nahezu auf 19,2 Millionen Euro.

Die guten Geschäftsergebnisse sind Folge der Fokussierung auf verschiedene, digitale Geschäftsmodelle, die das Unternehmen weiter fortsetzt. Im Segment Out-of-Home Deutschland startete Ströer im dritten Quartal 2015 die Digitalisierung der Werbeträger auf der Straße. Zudem beginnt der Roll out von digitalen Säulen und Mega-Lights in Metropolen Deutschlands wie Köln, Düsseldorf oder Hamburg.

Ströer rollt zudem als weltweit erstes Unternehmen ein nationales, flächendeckendes BeaconNetzwerk aus. Insgesamt 50.000 Werbeträger an hochfrequentierten Verkehrsknotenpunkten in Deutschland werden bis Ende 2016 mit der iBeacon-Technologie ausgestattet.

„Wir haben Ströer zu einem führenden digitalen Multi-Channel-Medienhaus in Deutschland gemacht und stützen uns auf unsere Säulen Big Data, Digital-Content und Out-of-Home-Infrastruktur. Wir sind überzeugt, dass diese einzigartige Kombination unserer Geschäftssegmente auch in Zukunft einen großen Mehrwert für unsere Aktionäre generieren wird“, so Udo Müller, Vorstandsvorsitzender von Ströer. „Wir verfügen über eine gut gefüllte M&A Pipeline – ohne dabei unsere strenge Kostendisziplin aus den Augen zu verlieren – und fokussieren uns vorrangig auf Transaktionen, die für die Ströer Gruppe unmittelbar wertsteigernd sind.“

Im Jahr 2016 wird Ströer rund 40% seiner Umsätze im Digitalsegment erwirtschaften. Langfristiges Ziel ist es, den Umsatzbeitrag der Digitalsparte in den kommenden Jahren auf 50% zu steigern.

Die jüngsten Akquisitionen unterstreichen die Digitalisierung in sämtlichen Unternehmensbereichen. Die Ströer Digital Group akquirierte das auf Mobile Performance Marketing spezialisierte Netzwerk KissMyAds und treibt damit die Monetarisierung von App Installationen und Mobile Traffic an. Zudem ergänzt die Ströer Content Group mit Lioncast, einem der führenden Hersteller für Gaming Zubehör, das eigens aufgebaute Gaming-Vertical. Ströer hat gleichzeitig mit der Deutschen Telekom AG und Falk Technologies die Gründung eines Series-A-Venture-Fonds für disruptive, digitale Geschäftsmodelle vereinbart – vorbehaltlich der Zustimmung des Bundeskartellamts.

Entwicklung der Geschäftssegmente:

Out-of-Home Deutschland
Der Umsatz im Segment Out-of-Home Deutschland steigerte sich im dritten Quartal 2015 um 4,7% auf 110,7 Millionen Euro und in den ersten neun Monaten um 5,6% auf 324,8 Millionen Euro. Das Operational EBITDA entwickelte sich ebenfalls positiv und stieg im dritten Quartal um 37,5% auf 28,6 Millionen Euro an. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres wuchs der Wert um 35,2% auf 78,7 Millionen Euro an. Auch die EBITDA-Marge verbesserte sich im dritten Quartal 2015 deutlich auf 25,8 %. In den ersten neun Monaten des Jahres steigerte sich die EBITDA-Marge auf 24,2%.

Digital
Das Segment Digital umfasst alle digitalen Geschäftsaktivitäten des Konzerns inklusive der Online-Werbevermarktung, des Content-Geschäfts der Ströer Content Group und der Public Video-Aktivitäten des Konzerns. Das Segment stellt eine zentrale Säule der Unternehmensstrategie dar und ist maßgeblicher Treiber für stetiges und nachhaltiges Wachstum im Konzern. Das Umsatzwachstum des Segments lag im dritten Quartal 2015 bei 32,4% und summierte sich auf 51,7 Millionen Euro. In den ersten neun Monaten 2015 wuchs das Geschäft um 26,4% auf 139,9 Millionen Euro Umsatz. Das starke organische Wachstum betrug im dritten Quartal des Jahres 34,8% und bezogen auf die ersten neun Monate 2015 28,3%. Das Operational EBITDA im dritten Quartal 2015 des Segments Digital stieg um 54,7% auf 13,8 Millionen Euro. In den ersten neun Monaten 2015 wuchs das Operational EBITDA um 61,4% auf 37,8 Millionen Euro an.

Out-of-Home International
Das internationale OOH Segment war durch ein herausforderndes Marktumfeld geprägt. Trotz der Herausforderungen blieb der Umsatz weitestgehend stabil und liegt nach den ersten neun Monaten bei 105,7 Millionen Euro. Das Operational EBITDA stieg um 5,2% auf 15,3 Millionen Euro an.

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