Nielsen Werbetrend

Klassische und digitale Außenwerbung – Verdopplung der Umsätze in 4 Jahren

- Innerhalb von vier Jahren haben sich die Brutto-Umsätze in OoH einschließlich DooH nahezu verdoppelt. Unter allen Werbeformen ist die Außenwerbung deutschlandweit das Medium mit den zweithöchsten Wachstumszahlen, zeigt der Nielsen Werbetrend. von Thomas Kletschke

Weiter auf dem Vormarsch - Out-of-Home und Digital-out-of-Home (Grafik: FAW; Foto: Ströer Motivdatenbank; Montage: invidis )

Weiter auf dem Vormarsch – Out-of-Home und Digital-out-of-Home (Grafik: FAW; Foto: Ströer Motivdatenbank; Montage: invidis )

Out-of-Home profiliert sich als zweitstärkster Wachstumstreiber im deutschen Werbemarkt und zieht mit 5,9% Marktanteil am Medium Radio vorbei. Klassische wie DooH Medien tragen dabei gleichermaßen zum aktuellen Leistungsschub bei.

Die deutsche Außenwerbung setzt ihren seit Jahren anhaltenden Wachstumskurs fort: Out-of-Home schließt das Werbejahr 2015 mit einem Zuwachs von knapp 10% auf nunmehr 1,7 Milliarden Euro Bruttoumsatz. Erst vier Jahre zuvor hatte das Medium erstmals in seiner Geschichte die 1 Milliarden Grenze überschritten, nun rückt die 2 Milliarden Marke in greifbare Nähe.

Rund 150 Millionen Euro steckten Werbungtreibende im Jahr 2015 zusätzlich in die Außenwerbung – weit mehr, als sie in Radio oder auch Online „on top“ investiert haben. DooH und OoH profitieren damit nach TV am stärksten vom insgesamt leicht gestiegenen Gesamtvolumen wie auch von den Umschichtungen der Werbebudgets aus anderen Medien. Mit einem Anteil von 15,6% am Gesamtzuwachs avanciert die Aussenwerbung zur zweitstärksten Wachstumskraft im deutschen Werbemarkt.

Die steigende Relevanz von Out-of-ome für die Werbung treibende Wirtschaft dokumentiert die Entwicklung der Marktanteile. Seit 2010 hat OoH zwei Prozentpunkte hinzugewonnen, ebenso viele wie der Kanal Online. Zugleich zieht OoH mit nun 5,9% Marktanteil erstmals an Radio vorbei.

Die überzeugende Performance der Außenwerbung wird von klassischen wie Digital-out-of-Home Medien in gleichem Umfang getragen, so der Fachverband Aussenwerbung (FAW). „Die aktuellen Zugewinne unseres Mediums ergeben sich sowohl aus einer hohen Nachfrage nach 4/1 und 18/1 Formaten als auch nach DooH“, so FAW-Geschäftsführer Jochen C. Gutzeit. „Hier gibt es also keine ‚Kannibalisierungseffekte‘ innerhalb der Gattung OoH, sondern nachhaltige Etatverschiebungen aus anderen Medien.“

Im Jahr 2015 hat der FAW über alle Monate hinweg einen Zuwachs verzeichnet. Das gab es in dieser Kontinuität bislang nicht, heißt es beim Verband.

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