ISE 2016

Interview mit NECs neuem GM Sales DACH Joachim Fischer

- Amsterdam | Für Joachim Fischer ist die ISE 2016 die erste ISE als General Manager DACH bei NEC Display Solutions. Auf der Messe gibt er einen Einblick in die Pläne des Herstellers für die nahe Zukunft. von Thomas Kletschke

Joachim Fischer, General Manager Sales, D-A-CH, NEC Display Solutions (Foto: invidis)

Joachim Fischer, General Manager Sales, D-A-CH, NEC Display Solutions (Foto: invidis)

Gut zwei Jahre lang war Stephan Peters als General Manager DACH bei NEC – er kam von Lenovo zum Displayhersteller. Seit Dezember 2015 gibt es mit Joachim Fischer einen Nachfolger, der aus dem Unternehmen kommt. Fischer war im Jahr 2013 als Manager Sales Corporate DACH zum Hersteller gewechselt; zuvor war er einige Jahre bei Dell tätig, ebenfalls im Corporate Bereich.

Ein wenig von dem Geist, den Fischer bei Dell erlebt hat, möchte er nun auch NEC einhauchen.

In Deutschland, Österreich und der Schweiz will NEC den Channel stärken, und das eigene Verhältnis zum Channel. In den vergangenen Jahren habe man dort vor allem die kleineren Kundengruppen nicht so sehr betreut. „Wir adressieren jetzt auch mehr kleinere Partner“, so Joachim Fischer im invidis Interview. Das bedeute nicht, dass man die Beziehungen zu größeren Partnern im Markt schleifen lasse. Es geht dem Unternehmen darum, die Basis zu verbreitern.

Das zeigt sich auch in der im Dezember 2015 bekanntgegebenen Neuausrichtung der eigenen Sales-Organisation sowie bei den Personalien. Man wird wieder mehr Wert auf die regionale Präsenz legen, ohne dass man die Orientierung an wichtigen vertikalen Märkten aufgibt. Beim Unternehmen sind weiterhin Experten für Verticals wie Education, Retail oder Digital Cinema angesiedelt.Im Unterschied zum UK Markt müssen die Experten für vertikale Märkte in DACH allerdings weitere Wege zurücklegen.

Entsprechend wird das Modell in den drei deutschsprachigen Ländern angepasst. Nun will man schneller regional vor Ort mit kompetenten Ansprechpartnern punkten. Generell sollen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit mehr Eigenverantwortung, mehr eigener Initiative und mit mehr Freude arbeiten.

Dies alles wird wohl nicht nur Distributoren, Resellern und Integratoren entgegenkommen. Denn auch NEC möchte im Gegensatz mehr daraus lernen. „Es interessiert uns einfach, was machen die Spannendes mit den Geräten“, so Fischer weiter. Kleinere Projekte bekommen nun mehr Aufmerksamkeit, was der Markt inzwischen auch so aufnimmt. Seit einiger Zeit ist Fischer unterwegs, um die Message nach außen zu tragen. Interessante neue Kooperationen sind zu bestehenden engen Partnerschaften hinzugekommen.

Das Jahr 2016 ist bei NEC auch von der Ausweitung von LED Signage geprägt. Wie berichtet, hat man mit S[quadrat] hier einen Industriepartner aus Deutschland, mit dem man bereits in diversen Projekten zusammengearbeitet hatte. Das neue gemeinsame LED Portfolio kommt an. „Wir haben nun die Möglichkeit, LED Module im laufenden Betrieb auszutauschen“, so Fischer. Beispielsweise können Module aus der neuen LiFT Serie mit verschiedenen Pixel Pitches auf diese Art ausgetauscht werden. „Damit ergeben sich zahlreiche neue Gestaltungsmöglichkeiten“, sagt Fischer.

Gestaltet wird mit LED derzeit so einiges – Indoor wie Outdoor. In einem großen asiatischen Land wird bald ein neuer Mega Vergnügungspark aufmachen, der mit Outdoor LED Signage arbeiten wird. Eine große internationale Bank mit Wurzeln in der Schweiz hat sich kürzlich in den USA für eine Fine Pitch Indoor Lösung entschieden. Auch aus dem Bereich Automotive ist eine der bekannten Marken, die bislang schon auf LCD Signage aus dem Hause NEC setzt, einer der Großkunden, die die Technologie einsetzt.

Und Joachim Fischer ist sicher, dass sich auch die kleineren Endkunden und die kleineren Channelpartner vermehrt um LED kümmern. Auch preislich hat sich da einiges getan. „Früher hatte unsere LED Linie ein hohes Preisniveau“, sagt Fischer. Im Gegensatz dazu habe man inzwischen dort ein attraktivere Preisniveau erreicht, ohne dabei bei der Qualität Abstriche machen zu müssen.

Denn eines soll sich bei NEC nie ändern: der Anspruch, mit B2B Qualitätslösungen zu überzeugen, und weiterhin als Qualitätshersteller wahrgenommen zu werden.

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