ISE 2016

Oblong begeistert mit Infopresence System Mezzanine

- Amsterdam | Ein Device oder eine Applikation zu finden, die wirklich jeden begeistert, ist auf einer ISE nicht immer einfach. In diesem Jahr gehört in jedem Fall das interaktive und immersive Mezzanine System von Oblong zu den Publikumsmagneten der Messe. von Thomas Kletschke

Oblong Stand - links im Bild das Device Wand (Foto: invidis)

Oblong Stand – links im Bild das Device Wand (Foto: invidis)

Um zu verstehen, was das Mezzanine System und das Device „Wand“ – von Magic Wand abgeleitet – von anderen interaktiven Lösungen unterschiedet, muss man sich im Raum orientieren.

Zahlreiche Screens lassen sich über den „Wand“ kontrollieren und ansteuern. Ob die Screens in einer Reihe hängen, 15 m höher oben an der Wand, hinten, 5 m links oder 30 m rechts ist dabei egal. Letzlich basiert Mezzanine auf dreidimensionaler Abtastung und Ansteuerung. Inhalte – natürlich live – können vom Bediener zwischen den Screens ge- und verschoben werden.

Man kann beispielsweise einen Inhalt so weit herausziehen, dass er nicht mehr sichtbar ist und ihn dabei dreidimensional nach oben schieben. Befindet sich dort irgendwo der nächste angeschlossene Screen, werden die Inhalte sichtbar. Oblong nennt seine Art der kollaborativen Technologie Infopresence.

In Worten klingt das Ganze wesentlich unspektakulärer, als bei einer Live Vorführung. So geschmeidig und mit Wow haben wir das auf der Messe und bei anderen Gelegenheiten bislang nicht erlebt. Stellen Sie sich einfach vor, mit einer proprietären Fernbedienung (sowie auch mit Tablet) können Sie Inhalte auf beliebig im Raum verteilten Screens verschieben, mixen und live ausspielen.

ISE 2016 - Screens am Stand von Oblong (Foto: invidis)

ISE 2016 – Screens am Stand von Oblong (Foto: invidis)

Seit kurzem ist Oblong auch in UK mit einem eigenen Office vertreten – und Mitarbeiter des Unternehmens betonen, dass der deutsche Markt der nächste sein wird, den man angehen möchte. Mit dem Integrator davit GmbH aus Stuttgart sowie der Decom in Hamburg gibt es die ersten beiden Partner auf dem DACH Markt.

Dass das Ganze nun einsatzbereit ist, ist zumindest indirekt ein Verdienst von Regisseur Steven Spielberg: Die Technologie des Systems basiert auf einem für den Film Minority Report entworfenen digitalen und kollaborativen System, das Tom Cruise in dem gleichnamigen Film aus dem Jahr 2202 bekannt machte. Oblongs Gründer John Underkoffler hatte die Grundlagen des Filmsystems entworfen.

Inzwischen ist das visuelle Collaboration System bei großen Konzernen wie NTT, Boeing, IBM und dem Agentur Netzwerk Dentsu Aegis im Einsatz. Vor allem in Kombination mit Big Data kann Mezzanine nicht nur toll ausschauen, sondern weitere Stärken ausspielen, etwa eine passende Visulaisierung komplexer Zusammenhänge.

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