ISE 2016

Scala bringt Online offline

- Mit verschiedenen Retail-Lösungen nutzt Scala Marketingtechniken der Onlinewelt für den stationären Handel und verbindet so die beiden Welten. von Stefanie Schömann-Finck

Lift&Learn liefert Kunden Produktinformationen und Händlern Kundeninformationen (Foto: invidis)

Mit dem interaktiven Tool Lift&Learn können Kunden einfach Informationen über Produkte erhalten. Möglich machen es RFID Chips. Nimmt ein Kunde ein Produkt in die Hand, werden ihm zum Beispiel Produktinformationen, passendes Zubehör oder häufige Kundenfragen auf der Website auf einem Monitor angezeigt. Gleichzeitig erhält der Händler über das Audience Measurement System Informationen über den Kunden, sprich: wer schaut sich wie lange was an. Logitech nutzt das Tool von Scala bereits, um in Elektronikmärkten seine Mäuse für PC-Spiele vorzustellen.

Ebenfalls neu im Angebot und erst vor zwei Wochen erstmals vorgestellt, ist ein System für Bekleidungsgeschäfte. In der Umkleidekabine können Kunden nicht passende Kleidung per RFID-Chip einlesen lassen, andere Größen, Farben oder Modelle auswählen und beim nächsten Verkäufer bestellen und sich in die Kabine bringen lassen. Klingt zwar bequem, aber fraglich ist, wie praktikabel dieses System in gut gefüllten, personalschwachen Geschäften ist. Eine erste Nachfrage gibt es schon: von der amerikanischen Supermarktkette Walmart.

Noch mal überarbeitet hat Scala das Bestellsystem für die Gastronomie. Es funktioniert nun reibungsloser und lässt bargeldloses Bezahlen zu. Zudem lässt es sich auch für andere Handelsbereiche nutzen. Beispielsweise können Kunden online eine Wunschliste anlegen und werden dann bei Passieren des stationären Geschäftes gezielt daraufhin beworben. So möchte Scala die Vorteile von Online ausgeglichen und die Onlinemarketingtechniken für Offline genutzt werden.

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