Trendanalyse DooH 2016

Interaktive Außenwerbung boomt

- Immer mehr Menschen nutzen in Deutschland interaktive Außenwerbeformen. Das zeigt die „Trendanalyse OOH to Mobile 2016“, die FAW und PosterSelect durchgeführt haben. Mehr als die Hälfte der Befragten nutzte interaktive Funktionen auf Screens oder Plakaten. von Thomas Kletschke

Über NFC, QR Code oder andere Wege lassen sich Plakate ebenso wie Screens für interaktive Kampagnen nutzen (Foto: Ströer)

Über NFC, QR Code oder andere Wege lassen sich Plakate ebenso wie Screens für interaktive Kampagnen nutzen (Foto: Ströer)

Wahrnehmung und Akzeptanz von interaktiver Out of Home Werbung sind hierzulande in den vergangenen Jahren signifikant gestiegen, das zeigt die aktuelle „Trendanalyse OOH to Mobile 2016“, die der Fachverband Aussenwerbung (FAW) und die Media-Agentur Posterselect nun veröffentlicht haben. Es ist die dritte Untersuchung dieser Art.

Immer mehr Plakate und digitale Displays im öffentlichen Raum sind ‚interaktiv‘ – und immer mehr Menschen kennen und nutzen die Möglichkeit, vom Plakat oder vom Screen mit Hilfe eines Smartphones oder Tablets zu einem Online-Angebot zu gelangen.

Aktuell liegt die Wahrnehmung des als „Out of Home (OOH) to Mobile“ bekannten Mechanismus in der Bevölkerung bei 86%. Und 51% der Menschen hat davon schon einmal direkt Gebrauch gemacht und ist dem OOH-Link mit seinem mobilen Device zu einer Website gefolgt.

Wahrnehmung und Akzeptanz von interaktiver Außenwerbung haben damit in den vergangenen Jahren einen gewaltigen Schub erlebt, wie die Ergebnisse der neuen „Trendanalyse OOH to Mobile 2016“ belegen.

Schon bereits 2013 konnten der Fachverband Aussenwerbung (FAW) und die PosterSelect Media-Agentur für Außenwerbung in ihrer gemeinsam initiierten Studie nachweisen, dass die damals noch neue Möglichkeit zur „Interaktion von Plakatwerbung mit Smartphones“ einen hohen Aufmerksamkeitswert genießt. 65% der Befragten gaben schon zu dieser Zeit an, diese Verbindung zwischen Werbung im öffentlichen Raum und Online-Inhalten zu kennen.

Noch deutlicher wird die Entwicklung von OOH to Mobile als Interaktionsmedium im öffentlichen Raum bei der zunehmenden Bereitschaft zum Involvement: Denn 2013 hatten lediglich 15% aller Probanden diese Möglichkeit zur Interaktion schon einmal genutzt. 2016 dagegen geben bereits 52% an, über Smartphone oder Tablet von der Werbung auf einem Plakat oder Screen zu einem Online-Angebot geführt worden zu sein. Dazu haben sich weitere 17% der Befragten animieren lassen, die beworbene Internetadresse daheim am PC aufzurufen (vgl. Grafik).

OOH to Mobile ist in Deutschland inzwischen weit verbreitet (Grafik: FAW)

OOH to Mobile ist in Deutschland inzwischen weit verbreitet (Grafik: FAW)

Parallel zum grundsätzlich signifikant steigenden Interesse an OOH to Mobile werden auch die verschiedenen technischen Möglichkeiten zum Einstieg in die interaktiven Angebote stärker genutzt als vor drei Jahren. Nach wie vor ist die Eingabe der Internetadresse der häufigste Weg (77%), gefolgt vom Abruf per E-Mail. Aufgeholt haben insbesondere das Scannen von QR Codes (56%) und die Nutzung einer App wie Shazam, Usnap oder Vooh zum Fotografieren des Plakats oder Screens.

Unverändert gegenüber 2013 ist die „Top 3“ der Anlässe, um die Möglichkeit der Interaktion mit Außenwerbung wahrzunehmen. Informationen zu Produkten oder Dienstleistungen, Rabatt- und Gutscheinaktionen wie auch Informationen zu Veranstaltungen bieten nach wie vor den stärksten Anreiz. Zugelegt haben insbesondere der Online-Einkauf von Produkten, den inzwischen 77% auf diesem Weg nutzen oder nutzen würden (2013: 19%), der Download von beworbenen Apps (75% versus 16%) und die Teilnahme an sozialen Netzwerken (2016: 60%, 2013. 7%).

„Out of Home bietet heute und in Zukunft eine wichtige Brücke zwischen dem öffentlichen und dem ‚virtuellen‘ Raum: Out of Home macht Online sichtbar, und dies mit enormer Reichweite“, so FAW-Geschäftsführer Jochen C. Gutzeit. „Die Ergebnisse unserer aktuellen ‚Trendanalyse OOH to Mobile 2016‘ zeigen darüber hinaus, dass unser Medium auch ein hohes Aktivierungspotenzial hat – vorausgesetzt, die Zielgruppen erkennen in den hier beworbenen Angeboten einen echten Mehrwert.“

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