Gemeinsame Vermarktung macht stark

Ein Blick über den Tellerrand hilft allerdings weiter. Denn Flughafenbetreiber sehen sich mit ganz ähnlichen Problemen konfrontiert. Alle Flughäfen sind architektonisch unterschiedlich gestaltet und besitzen dementsprechend eigene Werbeformen. Die Vermarkter der Werbeflächen an Flughäfen haben jedoch erkannt, dass es wichtig ist, ein Werkzeug in der Hand zu haben, um sich gegenüber anderen Werbeformen zu positionieren und die eigenen Interessen zu vertreten.

2006 wurde deshalb die Initiative Airport Media (IAM) ins Leben gerufen. Aufgabe und Ziel der Initiative ist es, die Interessen der Flughafenvermarkter zu bündeln und das eigene Werbemedium voranzubringen. Zu den Mitgliedern der IAM gehören alle Flughäfen der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) sowie die Flughäfen Wien und Zürich. Zusammen erreichen die 14 Airports im deutschsprachigen Raum mehr als 200 Mio. Passagiere.

Auch wenn die Vermarktung bei den einzelnen Flughäfen bleibt, so wird eine gemeinsame Marktforschung betrieben und Überlegungen über die – wenigsten teilweise – Standardisierung der Werbeträger angestellt. Die Mitglieder der Initiative Airport Media in alphabetischer Reihenfolge (in Klammern die Passagierzahlen 2007 in Mio.):

  • Berlin (20,04)
  • Dortmund (2,16)
  • Dresden (1,85)
  • Düsseldorf (17,83)
  • Frankfurt/Main (54,16)
  • Frankfurt/Hahn (4,01)
  • Hamburg (12,78)
  • Hannover (5,64)
  • Köln-Bonn (10,47)
  • Leipzig/Halle (2,71)
  • München (33,96)
  • Münster/Osnabrück (1,60)
  • Nürnberg (4,24)
  • Stuttgart (10,32)
  • Wien (18,77)
  • Zürich (20,74)

Ähnliche Ziele verfolgt die IG Adscreen in der Schweiz für den Bereich Digital Signage. Auf deren Website findet man eine umfassende Liste aller Netzwerke, der IG-Adscreen-Mitglieder. Schnell bekommt man dort einen Überblick über Standorte, Reichweite und Preisgestaltung.

Außerdem lässt die IG Adscreen im Auftrag ihrer Mitglieder Studien erstellen, die die Wirkungsweise von Out-of-Home-Medien untersuchen. Dies würde dem deutschen Markt ebenfalls gut zu Gesicht stehen. Wer kann heute schon genau sagen, wie viele Netzwerke in Deutschland existieren und wie deren Vermarktung erfolgt? Ein zentrales Register würde bei potenziellen Werbekunden die Wahrnehmung für das Thema Digital Signage unter Garantie steigern. (osch)

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