Philips plant strategischen Rückzug aus dem amerikanischen Fernsehmarkt

Die Vereinbarung hat eine Laufzeit von mindestens fünf Jahren und tritt am 1. September 2008 in Kraft. Für das Recht, während der Vertragslaufzeit die Marken Philips und Magnavox exklusiv für seine Fernseherproduktpalette in Nordamerika zu nutzen, wird Funai Lizenzgebühren an Philips zahlen. Funai ist auf dem amerikanischen Markt bisher schon mit günstigen Marken wie Emerson, Sylvania und Symphonic vertreten.

Mit dieser Maßnahme zieht Philips Konsequenzen aus der Marktpositionierung. Bisher war es dem Unternehmen nicht gelungen, sich als Premium-Brand im amerikanischen Markt zu positionieren. Um mit den Mitbewerbern im unteren Preissegment zu konkurrieren, hätte das Unternehmen die Flatscreens zu wesentlich günstigeren Preisen anbieten müssen.

Für Paul J. Zeven, American Chief Executive bei Philips, ist dies eine Win-win-Situation. Seiner Meinung nach wird Philips durch die Lizenzvergabe weiterhin eine starke Präsenz auf dem amerikanischen Markt haben und gleichzeitig das finanzielle Risiko senken, das auf Grund der geringer werdenden Margen bei der Panel-Produktion besteht.

Seit dem vierten Quartal 2006 ist der Anteil, den Philips am amerikanischen LCD-Geschäft hatte, kontinuierlich von 17 % auf 6,6  gesunken. Der Verkaufspreis von 42-Zoll-Geräten ist im gleichen Zeitraum um 26 % von $ 2082 auf $ 1544 gesunken, bei einer Gewinnspanne zwischen 9 und 16 % (Quelle: iSuppli).

Als Konsequenz des globalen Rückzugs aus der CE-Branche hat Philips sein Anteile an dem Joint Venture mit LG Electronics schon im letzten Jahr von 32,9 auf 19,9 % reduziert. Der Name wurde dementsprechend von „LG.Philips LCD“ in „LG Display“ geändert. (eca)

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