User Generated Content im Lokal-TV

Ein regional installiertes Netzwerk kann darüber hinaus als multimediale Ergänzung zum Lokalradio und der Lokalzeitung genutzt werden.

Dieses Konzept verfolgt TV-Lokal. Wie der Name schon verrät, ähnelt die Philosophie dahinter eher dem Regionalfernsehen denn dem klassischen werbefinanzierten Digital-Signage-Netzwerk. Die technische Basis baut auf dem getTV der 42media group auf. Konzeption und visuelle Umsetzung wird durch das Team um Thomas Hentze, Leiter Marketing und Vertrieb von 2daymedia4U, realisiert. Das System ist außerdem an eine Reihe von Internet-Auftritten angeschlossen, die E-Commerce auf verschiedenen Ebenen zulassen und so eine crossmediale Vermarktung ermöglichen.

Für den Mittelstand bieten solche Netzwerke eine günstige Gelegenheit, sich und seine Produkte einem größerem Publikum vorzustellen, ohne gleich die meist dürftigen Marketing-Töpfe plündern zu müssen. Für eine Region bietet das Netzwerk eine ganze Bandbreite von Möglichkeiten, um den eigenen Standort zu stärken. Denn die auf TV-Lokal gezeigten Werbefilme werden grundsätzlich mit bekannten Leuten aus der Region gedreht.

Erstmals wird das Digital-Signage-Netzwerk für die Promotion und das Casting des Kinofilms „Götterhämmerung“ genutzt. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Olaf Schulze aus Nordhausen, erschien im Klaus Bielefeld Verlag. Die besten Szenen des Casting werden über das Digital Sigange Netzwerk ausgestrahlt. Zusätzlich wird es noch eine Videoplattform im Internet geben, auf dem das gesamte Casting zu sehen seien wird. Die „Zuschauer“ haben dort die Möglichkeit für ihre favorisierten Kandidaten zu stimmen.

Eine gute Idee, um Digital Signage außerhalb der ausgetretenen Pfade zu nutzen. Ähnlich dem in der Web-2.0-Ära bekannt gewordenen User Generated Content, gelingt es hier, die Zielgruppe des Netzwerkes zu aktivieren und für mehr Aufmerksamkeit zu sorgen. Vielleicht in einem Verkaufsgespräch für Digital Signage nicht gerade das primäre Argument. In Richtung Kundenbindung allerdings das richtige Instrument. Denn nichts ist interessanter, als die lokale Prominenz und den Nachbarn in den Medien zu sehen. Das sorgt für Gesprächsstoff. Nicht nur in kleineren Gemeinden, auch in den Quartieren der Großstädte. (eca)

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