Medienfassadenfestival Berlin gestartet

- Unter dem Motto »Learning from Las Vegas« werden vom 17. Oktober bis 3. November kommerziell genutzte Digital-Signage-Screens mit künstlerischen Inhalten bespielt. Die Bildschirme sollen die Schnittstelle zwischen virtuellem und realem Stadtraum bilden und dienen zwei Wochen lang den Medienkünstlern als urbanes Sichtfenster. Eine Expertenjury hat 24 Künstler ausgewählt, ortsspezifische Kunstprojekte für Medienfassaden zu entwickeln. von Oliver Schwede

Bild: Wall

Mit dabei sind u.a. die Fassaden der O2 World, von SAP und dem Collegium Hungaricum Berlin (CHB), das interaktiv mit einem vor dem Gebäude stehenden Wall-Terminal verbunden ist.

Ziel ist es, typische One-Way-Kommunikationsformen aufzulösen, so dass Passanten aktiv mitgestalten können, was in den Stadtraum strahlt. Mit einer speziell entwickelten Spread.gun am Wall-Terminal erreichte das Künstlerteam V/R Urban zusammen mit dem Innovationsteam der Wall AG, dass Nachrichten und Kommentare von Passanten direkt auf die großformatige Medienfassade des CHB übertragen werden. Neue künstlerische Formen der Interaktivität und Partizipation sind entstanden und richten sich kreativ an die Stadtbewohner zur Förderung lokaler Identitäten.

Das Medienfassadenfestival Berlin 2008 reflektiert einen weltweiten Trend zu Urban Screens und erforscht kritisch deren kommunikative Funktion als urbanes Element. Das Festival möchte nachhaltige Impulse für die zukünftige mediale Entwicklung im Stadtraum vermitteln und diese neue Infrastruktur für eine junge Kulturszene öffnen. Das Festival ist eine Gemeinschaftsinitiative von Public Art Lab und der Internationalen Urban Screens Association in Kooperation mit der Media Architecture Group Wien. Es wird gefördert durch die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen. (eca)

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