Bluetooth-Bus wirbt für die Kreissparkasse

- Mit klassischen Medien sind die 14- bis 19-Jährigen kaum zu erreichen. Sie lesen keine Tageszeitung, bei Fernsehwerbung zappen sie weiter und das Radio dudelt nur nebenbei. Für die Werbewirtschaft stellen junge mobile Konsumenten deshalb die größte Herausforderung dar. von Oliver Schwede

Bild: KWS

Eine Herausforderung, der die Stuttgarter KWS Außenwerbung jetzt mit interaktiver Kommunikation begegnet. Für die Kreissparkasse Ludwigsburg hat der Außenwerber einen Linienbus mit einem Bluetooth-Sender bestückt. Der Ludwigsburger Bluetooth-Bus ist der erste seiner Art in Deutschland.

„Wir haben uns mit den Ludwigsburger Verkehrslinien und der Kreissparkasse Ludwigsburg zwei an Innovationen interessierte Partner ins Boot geholt. Zum ersten Mal können Fahrgäste in einem Linienbus gesendete Botschaften mit ihrem Handy ganz einfach per Bluetooth empfangen. Die Handy-Verbreitung unter den Jugendlichen beträgt nahezu 100 %. Sie sind in der Regel mit neuen Technologien wie Bluetooth vertraut und sehr offen für neuartige Angebote“,

erklärt der geschäftsführende KWS-Gesellschafter Mathias Keim. Diese Technikaffinität, zusammen mit dem größten Wunsch von Teenagern – dem nach dem ersten fahrbaren Untersatz –, macht sich die Kreissparkasse Ludwigsburg zunutze. Ein Film, der den Jugendlichen auf witzige Weise die Vorteile des Sparens schmackhaft macht, animiert im Linienbus zwischen Schule und Zuhause zum Download.

Sobald ein Handy mit offener Bluetooth-Schnittstelle in die Funkreichweite des in der Mitte des Busses installierten Bluetooth-Senders gerät, empfängt es eine Anfrage, ob sein Besitzer den Film empfangen möchte. Stimmt er zu, beginnt der kostenlose Download des Spots. Aufkleber weisen innen im Bus und auch außen auf die Download-Option hin.

Die Außenwerbung ist Impulsgeber für die Verbreitung von „Mobile Content“-Angeboten. Doch mit dem Ludwigsburger Pilotprojekt ist die KWS nicht nur Vorreiter im Bereich Öffentlicher Personennahverkehr – sie erreicht die ÖPNV-Nutzer vor allem dann, wenn sie für Ablenkung besonders empfänglich sind. Dazu noch einmal Mathias Keim:

„Die Jugendlichen verbringen auf dem Weg von und zur Schule bis zu 30 Minuten im Bus. Das bietet ausreichend Zeit, den Spot herunterzuladen und sich mit den Freunden über die Inhalte auszutauschen oder den Spot an andere Freunde weiterzuleiten. Für lokale und regionale Werbetreibende ist das dann eine weitere Möglichkeit, ihre Zielgruppe vor Ort streuverlustarm in einer Wartesituation anzusprechen.“

Vier Wochen läuft die Kampagne der Ludwigsburger Kreissparkasse. Für alle Beteiligten ein Pilotprojekt, das bei Erfolg fortgesetzt werden soll. Sind die Download-Zahlen zufrieden stellend, sollen weitere Busse mit Bluetooth bestückt werden. (eca)

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