Instore-TV aus dem Globus-Labor

Am 3. Dezember 2008 trafen sich auf Einladung von Franz Herter, IT-Chef der Globus SB-Warenhaus Holding GmbH & Co. KG, die Mitglieder und Gäste der Visual Merchandising Initiative e.V. (VMI). Globus präsentierte seine selbst entwickelten Lösungen zur Verkaufsunterstützung und Mitarbeiterinformation via Großbildschirm.

Davon sind inzwischen in den SB-Warenhäusern des Unternehmens über 90 Stück installiert. Hinzu kommen mehr als 60 digitale Monitore in den Kassenzonen und 70 Screens an den Bedienungswaagen.

„Wir wollen die Einzigartigkeit von Globus auch in der Werbung erlebbar machen und mit unseren Kunden schon dort eine positive, emotionale Beziehung aufbauen“,

formulierte Franz Herter die Zielvorgabe für das Projekt. Die IT-Infrastruktur sieht er als Basis für solche zukunftsweisenden Innovationen. Installiert sind die Systeme heute nicht nur in den Verkaufsräumen, sondern auch in Restaurants und an Tankstellen. Dazu hat man bei Globus ein eigenes System entwickelt, mit dem Inhalte auf verblüffend einfache Art und Weise zusammengestellt und aktualisiert werden können.

Zwischen Globus und dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) mit Sitz in Kaiserslautern, Saarbrücken, Bremen und Berlin besteht seit dem 1. Oktober 2008 eine strategische Partnerschaft. Beide Partner richteten dazu in der Globus-Zentrale in St. Wendel gemeinsam ein neues Forschungslabor ein.
Das „Innovative Retail Laboratory“ (IRL) erforscht, entwickelt und erprobt innovative Lösungen in Handel und Logistik, die besonders dem Kunden weitere Vorteile beim Einkauf bringen sollen. Dabei werden neueste Forschungsergebnisse aus dem Bereich der innovativen Softwaresysteme, der künstlichen Intelligenz, der Mensch-Technik-Interaktion, der drahtlosen Sensornetze, der mobilen Breitbandkommunikation sowie des Internets der Dinge und der Dienste zu neuartigen Verkaufs- und Einkaufsassistenzsystemen verknüpft. Zum Betrieb dieses neuen Labors mit ca. 500 m² Fläche wird Globus für drei Jahre eine Stiftungsprofessur und ein DFKI-Forschungsteam finanzieren.

invidis-Kommentar

Die Software-Labs im eigenen Hause und eine Stiftungsprofessur! Man kann nur hoffen, dass nicht nur an einer neuen Software für Instore-TV gearbeitet wird. Offenbar gibt es keine Softwarelösung am Markt, die den Handel in allen Belangen zufrieden stellt. Immer wieder hört man, dass Unternehmen anfangen, eigene Software zu entwickeln. Die landläufige Meinung zur Digital-Signage-Software-Entwicklung: „Es ist ja keine Rocket-Science!“ Unser Rat an alle Software-Anbieter: Ein Framework scheint zu reichen. Die Applikationen müssen in der Regel den Kundenbedürfnissen angepasst werden. Also, weg mit den Features! Und her mit Stabilität, Skalierbarkeit und den wichtigsten Schnittstellen. (eca)