Marketing-Entscheider wollen mehr Transparenz

- Die Diskussion über die Messbarkeit von digitalen out-of-home Medien ist so alt wie das Medium selbst. Mediabuyer fordern oftmals harte Fakten ein, bevor sie sich auf Experimente mit dem neuen Medium einlassen. Das macht das Leben von Netzwerkbetreiben nicht ganz einfach. Ein Blick auf die neusten Ergebnisse von Coremetrics zeigt, dass sich die Anbieter von out-of-home Medien in guter Gesellschaft mit den online-Medien befinden. von Oliver Schwede

Bild: Coremetrics


Insgesamt 300 Verantwortliche aus mittelgroßen E-Commerce-Unternehmen befragte Coremetrics zu den aktuellen Herausforderungen im Digital Marketing. Das Ergebnis: Den deutschen Marketingexperten ist es im Vergleich zu den Kollegen aus Großbritannien und Frankreich besonders wichtig zu prüfen, welchen Anteil die verschiedenen Online-Maßnahmen am Geschäftserfolg haben. Zudem zeigt sich, dass das Vertrauen in das Potenzial des Digital Marketings auch in der Wirtschaftskrise unverändert hoch bleibt: Über 70% der Befragten in Deutschland planen ihr Budget für Online-Kampagnen beizubehalten. In Großbritannien wollen hingegen nur 40% der Marketing-Entscheider ihr Budget konstant halten.

Das Verlangen der deutschen Marketing-Entscheider nach Klarheit über die Resultate ihrer Maßnahmen ist vor dem Hintergrund der momentanen Wirtschaftslage berechtigt. 90% der Deutschen messen den ROI von einzelnen Digital Marketing-Techniken, und 52% prüfen sogar alle verwendeten Maßnahmen. Damit liegen sie deutlich vor ihren Kollegen aus Großbritannien (76% / 4%) und Frankreich (70% / 35%). Der Bedarf an einer klaren Kosten-Nutzen-Tranparenz resultiert auch aus einer gewissen Unsicherheit gegenüber dem Digital Marketing: Knapp die Hälfte der deutschen Marketing-Experten findet es schwierig, zu entscheiden, in welche Maßnahmen sie investieren sollen; für 36% der Befragten in Deutschland ist unklar, wie sich die verschiedenen Kampagnen untereinander beeinflussen und welche Kampagnen tatsächlich am Kundengewinn beteiligt sind; und circa ein Drittel stellt sich die Frage, wie sich Kampagnen über verschiedene Vertriebs- und Marketingkanäle hinweg vergleichen lassen.

Diese Unsicherheit sowie der Wunsch nach mehr Kontrolle erklären sich nicht zuletzt aus der gestiegenen Vielfalt der Maßnahmen. Fast 90% der deutschen Befragten setzen bereits mehr als drei Digital Marketing-Techniken ein. Dabei sind klassische Werkzeuge wie Bannerwerbung (71%) und Sonderangebote (81%) immer noch klare Favoriten des deutschen Marketings. Das Maßnahmen-Portfolio ist inzwischen so breit gefächert, dass über die Hälfte der Befragten gar keine zusätzlichen Maßnahmen für 2009 einplanen.

Eine Lösung für den Bedarf an mehr Transparenz bietet Webanalyse-Software, die über Funktionen zur Marketing-Attributierung verfügt: Sie sorgt für die gewünschte Kontrolle und ermöglicht es, den effizientesten Mix aus Online-Marketingmaßnahmen für den Unternehmenserfolg zu ermitteln.
„Der Wunsch nach mehr Kontrolle ist absolut nachvollziehbar – jede Investition muss auf ihren Nutzen überprüft werden. Das Prinzip der Marketing-Attributierung bietet zu diesem Zweck ein immenses Potenzial und ermöglicht es, den individuell optimalen Marketing-Mix zu ermitteln“, erklärt Roland Markowski, Geschäftsführer der Coremetrics GmbH. „Wenn E-Commerce-Händler echte Kontrolle haben wollen, sollten sie ihren Geschäftserfolg in Bezug zu allen Marketingmaßnahmen setzen.“

invidis Kommentar

Kontrolle, Transparenz, Nutzen und ROI. Das sind die Stichworte, die in keiner Argumentation pro Digital Signage also fehlen dürfen. Eine wirkliche Herausforderung für ein Medium, das sich erst zu entwickeln beginnt. Erste Ansätze unterschiedlicher Organisationen und Initiativen gibt es schon. Ob es sich dabei um die Vorschläge der OVAB USA handelt oder um Piloten, in denen alle Parameter genauestens untersucht werden. Wichtig ist, das aussagekräftige Zahlen zur Wirkung von Digital Signage schnellsten zur Verfügung stehen. Nur dann scheint das Thema Digital Signage weiter Fahrt aufnehmen zu können.
(eca)

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