Digital Signage gewinnt auch am Airport an Fahrt

- Media Frankfurt – der exklusive Vermarkter von Werbemedien an Deutschlands größtem Flughafen Frankfurt/Main – hat die Kraft der drei Herzen. Neben dem Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport sind JCDecaux und Ströer beteiligt. Invidis sprach mit Alexander Schäfer, Manager Marketing & PR der Media Frankfurt GmbH. von Oliver Schwede

Alexander Schäfer, Manager Marketing & Public Relations Media Frankfurt GmbH

Flughafenwerbung differenziert sich durch eine hohe Dwell Time und Premium-Zielgruppen von anderer Verkehrsmittelwerbung. Obwohl Airport-Werbung zu den „above the line“-Medien gezählt wird, steht auch diese Mediagattung im Schatten von Print, TV und Online. Allerdings mit dem Bonus, ein breites Spektrum an Standard- wie auch an ausgefalleneren Präsentationsflächen zu bieten.

Die Digitale Werbung hat 2005 Einzug in die Passagierterminals des Frankfurter Flughafens gehalten. 2007 und 2008 folgte die Digitalisierung weiterer Flughafenmedien:

  • Flughafen-TV mit 175 Screens an 134 Gates – dieses mit Ton ausgestattete Netzwerk ging 2005 an den Start, wobei die Flachbildschirme von LG Electronics gesponsert werden. Die Inhalte kommen exklusiv von Deutsche Welle TV, ergänzt durch LG-Werbespots.
  • Digitale Coloramas (16 Screens in 57“) – ein ungewöhnlicher Produktname für das Mitte 2007 gelaunchte Premiumprodukt. Die im Portrait-Modus installierten Full-HD-Stelen stehen vor allen Airline Lounges in Frankfurt.
  • Im November 2008 erreichte die digitale Welle auch die Gepäckausgaben des Terminal 1. 80 Screens (46“) verkürzen nun die gefühlte Wartezeit an den Gepäckbändern. Diese liegt immerhin bei durchschnittlich 15-20 Minuten. Alle Flachbildschirme werden simultan über ein Mobilfunknetz im HSDPA-Protokoll angesteuert.

Mittelfristig stehen die Entwicklung und der Roll-out eines weiteren Premium-Netzwerks mit Displays zur Debatte, so Alexander Schäfer. Außerdem sieht der Marketing Experte noch erhebliches Entwicklungspotential in der flughafenübergreifenden Vermarktung analoger Standardprodukte wie Citylightposter, City Light Boards, Megaposter oder Ausstellungsflächen. In der IAM, Interessensgemeinschaft der deutschsprachigen Flughäfen, werden solche Themen adressiert und besprochen. Alexander Schäfer ist davon überzeugt, dass flughafenübergreifende Netzwerke einen festen Platz in den Mediaplänen deutscher und internationaler Agenturen einnehmen könnten.

Einen ersten Schritt hat Media Frankfurt selbst bereits getan: Über die Fraport-Werbetochter können über 120 Citylightposter an den Flughäfen Frankfurt, München, Hamburg und Hannover gebucht werden. Für nationale digitale Netzwerke ist es aus Sicht von Alexander Schäfer noch zu früh; grundsätzlich liegen aber auch hier gute Chancen, bei bundesweiten Cross-Media-Kampagnen mit von der Partie zu sein. International sieht sich Media Frankfurt als fester Bestandteil des 146 Airports (u. a. London, Paris, New York, Shanghai) umfassenden JCDecaux-Netzes bestens aufgestellt. Kunden aus dem deutschen Markt bietet Media Frankfurt den Zugang zur einfachen Umsetzung internationaler Airport-Kampagnen.

Im Außenbereich des Flughafens sieht sich Media Frankfurt auch ohne digitale Werbeträger gut positioniert. Hier schlägt die Stunde analoger individueller Werbeträger wie Megaposter, 3-D-Specials oder Glasbrücken.

Gute Akzeptanz – insbesondere als High Involvement Medium – fand das Gepäckausgabenetzwerk bei Werbekunden aus dem Rhein-Main-Gebiet. U. a. buchte die Frankfurt Tourismus und Congress GmbH – der lokale Fremdenverkehrsvermarkter – hier Werbezeit. Gut umgesetzt ist die aktuelle Rimowa-Kampagne mit Spots auf den Screens, Koffermodelle als Ausstellungsstück und beklebte Koffertransportbänder.

Media Frankfurt sieht die Entwicklung positiv – auch wenn das wirtschaftliche Umfeld in 2009 sicherlich eine große Herausforderung darstellt. Doch Digitale Out-of-Home-Werbung erfreut sich insgesamt einer steigenden Nachfrage. „National wie international nimmt dieses Produktsegment deutlich an Fahrt auf.“

(fro/eca)

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