Aviation

Airport Media trotzt der Werbekrise

- 225 Millionen Passagiere waren im Jahr 2008 an den Mitgliedsflughäfen der Initiative Airport Media (IAM) unterwegs, ein Prozent mehr als noch im Vorjahr. Positiv konnte deshalb auch der Bereich Airport Media das Jahr 2008 abschließen. von Oliver Schwede

Sonderwerbeformen am Flughafen

So vermelden die in der IAM zusammengeschlossenen Flughäfen überwiegend Steigerungen in ihren Umsätzen für Airport Media. Besonders im wachsenden Segment der digitalen Medien konnten die Airports bemerkenswerte Vermarktungserfolge erzielen und insgesamt zulegen.

Überaus erfreulich verlief das Jahr für die Airports in Wien und Zürich, die gleichfalls der IAM angeschlossen sind.

„Wir haben am Flughafen Zürich ein gutes Jahr zu verzeichnen und von Spezialwerbeflächen für die Euro 2008 profitiert“, erklärt Bart Schmid, Manager Airport Advertising, Flughafen Zürich AG. Besonders erfreulich findet Schmid „dass auch die regulären Flächen gut gebucht wurden.“

Ilse Koinig, Leiterin Werbeflächenvermarktung am Vienna Airport, ist mit dem Jahr 2008 gleichfalls äußerst zufrieden: „Wir haben massive Umsatzsteigerungen durch neue Werbeformen wie Gatebranding und die Euro 2008 verbucht.“

Für das laufende Jahr sieht sich die IAM laut Olaf Jürgens, Sprecher der Initiative Airport Media und Leiter Media und Events am Flughafen Hamburg, deshalb gut gerüstet:

„In den letzten Jahren haben einige Branchen Airport Media neu entdeckt, die zuvor noch nie am Flughafen geworben hatten. Dazu profitiert die Gattung insgesamt von langfristigen Kundenbeziehungen, die die Premiumstandorte an den Airports nicht ohne weiteres aufgeben und eher langfristige Ziele verfolgen.“

Dass auch die Passagiere sich in ihrem Konsumverhalten nicht beirren lassen, hat Media Frankfurt bei einer repräsentativen Befragung am Frankfurt Airport ermittelt. Nahezu zwei Drittel (63,3 Prozent) der 1021 Geschäftsreisenden gaben an, dass die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise keinen negativen Einfluss auf ihre in 2009 geplanten Anschaffungen langlebiger Konsumgüter habe, wie z. B. Autos, Fernseher oder Schmuck. Nur 23 Prozent wollen in diesem Jahr etwas kürzer treten. Über die Hälfte der Befragten gab ein monatliches Haushaltsnettoeinkommen von 4000 Euro oder mehr an.

Damit bestätigt die Umfrage die aktuellen Ergebnisse der Typologie der Wünsche 2009. So verfügen 43 Prozent aller Geschäftsreisenden, die das Flugzeug im Jahr 2008 mindestens einmal genutzt haben, über ein Haushaltsnettoeinkommen von 4000 Euro und mehr. Laut der Studie des Burda Community Network bewegen sich Geschäftsreisende zudem überwiegend in gesellschaftlichen Leitmilieus wie den Postmateriellen, Modernen Performern oder der Bürgerlichen Mitte. Die Lust am Konsum ist bei den befragten Geschäftsreisenden ungebrochen.

„Luxus macht das Leben schöner“ oder „manchmal leiste ich mir bewusst die allerbeste Qualität“ sind typische Aussagen der wohlhabenden Klientel, bei der der Affinitätsindex besonders ausgeprägt ist.

Der entscheidende USP der Flughafenwerbung aber ist das Ambiente des Flughafens und die dortige Erlebnis-Situation für die Passagiere.

„Es gibt kein Medium in der Werbewirtschaft, das die Zielgruppe der Geschäftsreisenden in dieser Weise mit interessanten Botschaften konfrontieren kann wie die Flughafenwerbung“, unterstreicht Dr. Jürgen Zetzsche, Leiter Airport Advertising am Flughafen Düsseldorf: „Die Mischung aus der Atmosphäre des Unterwegsseins und der Möglichkeit, zielgenau die gesuchte Community zu erreichen, macht Flughafenwerbung so einzigartig.“

Werbetreibende können hier punktgenau die Geschäftsreisenden erreichen und zwar in einer Situation, in der diese Gruppe sonst kaum auffindbar ist: wartend und völlig aufnahmebereit für neue Eindrücke.

(eca)

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