Infoscreen bekommt in München Konkurrenz

- Die Münchner U-Bahn plant die Einführung eines Fahrgast-Informationssystems und sucht einen potenten Betreiber. Pro Wagen sollen je vier Doppelbildschirme an der Decke angebracht werden, um die Reisenden zu informieren und unterhalten. Dafür sollen rund 3000 Monitore in den 358 U-Bahn-Waggons verbaut werden. Ein Bildschirmpaar wird dann die jeweiligen Fahrgastinformationen und einen Infotainment-Mix anzeigen. von Oliver Schwede

Fahrgast-TV: Bald auch in München

Die Fahrgastinformationen sollen den Münchenern ihre Reise erleichtern, denn die neuen Bildschirme sollen die nächsten Haltestellen und Umsteigemöglichkeiten anzeigen. Später will die MVG das System so aufrüsten, dass es sogar dynamische Informationen ausstrahlt: Dann könnte ein Fahrgast, der die U-Bahn zum Marienplatz nimmt, schon im Zug lesen, in wie vielen Minuten dort die nächsten S-Bahnen abfahren. Wann dies allerdings Realität sein wird, ist laut MVG aber noch nicht klar.

Derzeit sucht die MVG noch nach Firmen, die das Infotainment betreiben wollen. „Es haben sich mehrere Interessenten gemeldet, wir sind optimistisch“, sagt Pedall. Und selbst wenn sich kein Betreiber für das Infotainment findet – die Fahrgastinformation wolle man künftig in jedem Fall bieten.

Vor sieben Jahren gab es schon einmal U-Bahn-Fernsehen in München. Der damalige Betreiber ging jedoch pleite und die Monitore wurden wieder abgebaut. Diesmal haben sich die Verantwortlichen gut vorbereitet und sich mit der Materie vertraut gemacht. Folgerichtig heißt es in der Ausschreibung:

„Bauliche Bedingungen der Fahrzeuge setzen Bildschirmgrößen und -formaten Grenzen. Sollte es zwischen Umsatzerwartung und Bildschirmgrößen und -formaten Wechselbeziehungen geben, so sind diese darzustellen und so weit wie möglich mit Zahlen zu prognostizieren.“

Fahrgast-TV gibt es schon in Berlin, Hamburg, Hannover, Leipzig und Dresden. (eca)

3 thoughts on “Infoscreen bekommt in München Konkurrenz

  1. Also die MVG Sagte shcon 2010 das dieses Fahrgast TV Starte und 2011 Sagte die MVG es starte sicher Jetzt ich dachte mir Die Lügen sich doch ins eigene Fleisch es startet nicht stimmt Jetzt haben wir 2012 die Bildschirme wurden Zwar in der Strassenbahn eingebaut aber es Steht nur Herzlich Willkommen bei der MVG
    und in der U-bahn Sehe ich noch nichts wenn ich morgen ein herzinfakt Bekomme erlebe ich das Fahrgast TV nicht mehr wenn aber ich es erleben sollte muss ich noch 2 Jahre warten hahaha

  2. Orwell lässt grüßen!! 1984 – Telescreens!
    Warum nicht gleich Fernseher und Kamera Überwachung in den Schulen?
    Fernsehen ist die krasseste Propaganda-Maschine der geschichte der Menschheit. Schauen wir uns doch nur an was es in Haiti 1950er Jahre verursacht hat. Und seit dem ist das Niveau drastisch gesunken! Schreckliche Nachricht!!!!
    Des weiteren zahlen wir jetzt schon 2,40€ für eine EINZELFAHRKARTE!!!! Das waren vor genau 10 Jahren noch 5 Mark! Und ne tagesfahrkarte, oder ne halbe streifenkarte!!! Und wofür gibt man das geld aus? Für fernseher??? Da stimmt doch was ganz gewaltig nicht!!!
    Ich bin entsätzt, schockiert, entäuscht!! Warum werden wir nicht gefragt, ob wir das wollen?? Was ist mit der Macht des Volkes passiert? Warum brauchen wir noch mehr berieselung von allen seiten?? Wann steht denn mal endlich einer auf und sagt, „NEIN! Es reicht!“???
    Alle die dass mitentschieden haben, sollten sich schämen! Vor 1 Jahr hieß es noch „Wirtschaftskriese“ und neue Rekordstaatsverschuldung, jetzt tun wir HD flachbildschirme in unsere U-Bahnen?? Wann hört diese Dekadenz endlich mal auf??

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