Muttersprache schlägt Verkaufspreis

- Viele Marketers berücksichtigen noch zu wenig die spezifischen Anforderungen bei Mobile Advertising. Vor allem schöpfen sie das Internationalisierungspotenzial dieses neuen Mediums unzureichend aus. Das Münchner Unternehmen hakromedia hat sich daher darauf spezialisiert, Marketingkampagnen im Mobile Marketing landesspezifisch umzusetzen. von Oliver Schwede

Lokalisierung als Erfolgsrezept.

Smartphone-Werbung wird häufig mit kleinen Anwendungen (Applikationen oder Apps) wie Handy-Games, kleinen Videos oder Add-ons zum Download angeboten. Die Anwendung erbringt für den Marketer erst dann den höchsten Mehrwert, wenn sie multimedial lokalisiert ist und auf ausländischen Zielmärkten mehrfach verwertet wird. hakromedia will mit seinen Dienstleistungen sicher stellen, dass die jeweiligen Anwendungen sprachlich und audiovisuell auf die jeweils kulturell vermittelten Kommunikationserwartungen zugeschnitten sind.

Eine aktuelle Frost & Sullivan Studie prognostiziert schon für das Jahr 2012, dass der Sektor Mobile Social and Content Advertising z.B. mit gesponserten Musikvideos europaweit auf über 2 Milliarden Euro Umsatz wächst. Hierbei spielt Lokalisierung eine wichtige Rolle, vor allem dann, wenn vielschichtige Services aus den Bereichen Banken, Versicherungen und Immobilien seriös beworben werden. Hier gilt, einer Untersuchung des Common Sense Advisory Instituts zufolge: Can´t read, won’t buy. Die Untersuchung weist für das E-Commerce nach, dass 48,6% der weltweit Befragten nie „englischsprachig“ einkaufen. Für Franzosen oder Japaner liegt der Wert sogar bei rund 66%. Und 72,4% kaufen eher ein, wenn dasselbe Produkt nicht Englisch, sondern lokalisiert angeboten wird. Das gilt selbst für Konsumenten mit guten Englischkenntnissen. Für 56% von ihnen ist Lokalisierung sogar wichtiger als der Verkaufspreis. Das gilt vor allem für „Big-ticket“-Angebote, denen der Kunde vertrauen muss, bevor die Konversionshandlung erfolgt.

„Die Internationalisierung von Mobile Marketing funktioniert nur, wenn die Werbebotschaft das Zielpublikum in der vertrauten Muttersprache erreicht“, so hakromedia Geschäftsführer Harald Krohmer: „Smartphones können mehr als Klingeltöne – Mobile Marketing wird erwachsen. Es geht jetzt um hochwertige Produkte, die Marge bringen. Daher sind eine fehlerhafte Übertragungen in die Landessprache, kulturelle Missverständnisse und technische Unzulänglichkeiten inakzeptabel für ein Medium, über das Kundenbindung und Imagetransfer international gesteuert wird.“ (eca)

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