Offene Programmierschnittstelle von 42media

- Die 42media group bietet für die Oxygen Media Platform und Oxygen.next jetzt eine offene Programmierschnittstelle. Die API (Application Programming Interface) ermöglicht es Entwicklern, ihre Visionen und Ideen, Kundenwünsche und kleinere Anpassungen einfach und schnell umzusetzen. Auf der ISE in Amsterdam wird die API erstmals einem internationalen Fachpublikum präsentiert. von Ralf Sablowski

42media group vor dem Ende?

Mit dem Webservice Oxygen.next und der Business-Lösung Oxygen Media Platform stellt die 42media group das Framework zur Verfügung, mit dem jeder eigene Digital-Signage-Projekte umsetzen kann. Eine offene Programmierschnittstelle, die anderen Programmen die Anbindung an das System ermöglicht, ist für Programmierer die Ausgangsbasis für die Umsetzung eigener Visionen.

Oxygen-Nutzer können ihre Systeme beispielsweise in Google Maps integrieren und sich Standort und Status der Player auf der Karte anzeigen lassen. Oder sie binden ihre YouTube-Playliste in ihre Player ein, die dann die Videos auf den Screens abspielen. Es ließe sich auch ein Monitoring -Tool erstellen, das Screenshots aller Player des Instore-TV-Netzes auf einem Display mit 36 Bildbereichen darstellt. Webbasierte Plattformen für Werbebuchungen könnten Werbespots vollautomatisch und ohne Umwege in die Playlisten ausgesuchter Player einspielen.

Die offene Schnittstelle erlaubt auch das Anpassen des User-Interface. Auf einer reduzierten Nutzeroberfläche kann man so komplexe Abläufe vereinfachen. Damit sind Tools für lokale Redakteure, direkter Eingriff von Werbekunden oder der einfache Upload von Inhalten auf einen bestimmten Bildschirm möglich.

Die API soll ab dem 15.02.2010 frei zur Verfügung stehen und kann für alle Oxygen.next Projekte verwendet werden. Im zweiten Schritt ab Mitte Mai wird die API darüber hinaus ganzheitlich der Oxygen Media Platform zur Verfügung stehen und damit auch den 42media Kunden erlauben, ihre Visionen selbstständig weiterzuentwickeln.

Zum offiziellen Start der API richtet die 42media einen Wettbewerb für Programmierer aus. Entwickler können ab dem 15. Februar unter www.oxygennext.com eigene Applikationen einreichen und haben damit die Chance, ein Google Nexus Smartphone zu gewinnen. Alle Applikationen werden nach dem Einsendeschluss Ende März 2010 von anderen Oxygen-Usern bewertet. Der Gewinner wird Ende Mai bekanntgegeben. (rs)

invidis Kommentar

Die offene API ist ein wichtiger Schritt in der „Community Roadmap“ für oxygen.next der 42media. Doch es ist sehr wichtig zu beachten welche öffentlichen Services eingebunden werden.Nur weil es technisch machbar ist bedeutet es noch nicht, dass es auch erlaubt ist. Insbesondere der Verweis der 42media auf Google Maps ist mit größter Vorsicht zu genießen. Das Einbinden von Google Services in nicht öffentlich zugängliche Netze – und das sind Digital Signage Netzwerke per Definition – erfordern eine Lizenz. Google bietet hierzu das Premier Produkt zu folgenden Konditionen an „Google Maps API Premier ist äußerst kostengünstig und ist ab 10.000 US-Dollar pro Jahr erhältlich“

Auch so gut wie alle anderen Web Services sind bei kommerzieller Nutzung lizenzpflichtig.

(fro)

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