Service für Mediaagenturen und Kunden

- Andere Länder, gleiche Probleme. So ließe sich der Vortrag von Florian Maas von der Neo Media Group kurz zusammenfassen. Das Schweizer Unternehmen steht vor den gleichen Herausforderungen wie deutsche Digital Signage Anbieter. Vor allem gilt es, den Markt zu optimieren und Kunden und Agenturen von den Vorteilen zu überzeugen. von Oliver Schwede

Digital Signage Expo Essen 2010

Florian Maas, Neo Media Group


Wie bereits die anderen Redner im Open Forum der Digital Signage Expo, ist auch Maas davon überzeugt, dass große Änderungen im Umgang mit den Mediaagenturen nötig sind. Denn diese haben nach wie vor große Vorbehalte gegenüber DOOH. Es gäbe zu viele Businessmodelle und Locations, keine einheitliche Währung, kaum Feedback und Untersuchungen des Nutzungsverhaltens oder Studien über die Effektivität von Digital Signage-Installationen.

„Mediaagenturen finden es zu riskant, DOOH zu empfehlen und sie finden es zu zeitintensiv, sich damit zu beschäftigen“, sagt Maas. Auch die Werbenden sind skeptisch, sie sehen den Nutzen nicht, kennen die Einsatzmöglichkeiten nicht oder finden Digital Signage schlicht zu teuer. Maas ist deshalb überzeugt, dass nur das Vertrauen und konkrete Ziele helfen, Mediaagenturen und Werbende zu überzeugen. Er empfiehlt deshalb unter anderem mehr Marktuntersuchungen und  das Überdenken der bisherigen Installationen.

Mediaagenturen benötigen Listen mit den Screen-Locations, Karten, Fotos oder Netzwerkdetails. Es sei notwendig, den Mediaagenturen alle nötigen Informationen zur Verfügung zu stellen, um ihnen Zeit zu sparen, ihre Arbeit zu erleichtern und Vertrauen zu erwecken. Als größten Markt für Digital Signage sieht Maas Einkaufszentren.

Ähnlich wie Oliver Poppelbaum in seinem Vortrag am Dienstag, spricht sich Maas auch für gezielt eingesetzte Screens aus: „Statt viele Locations mit einem Display, ist es besser eine zentrale Location mit eindrucksvollen Screens zu haben.“ In der Schweiz hat Neo Advertising 611 Screens in 49 malls installiert. Davon einige gezielt in Geschäften, um dort den Verkauf zu steigern. Der Großteil der Displays befindet sich allerdings in den Einkaufszentren selbst. Dort können sich Marken am besten einem großen Publikum präsentieren.

Doch nach einer Kampagne ist vor einer Kampagne, weiß Maas. Es sei nötig mit Videos, Studien und Messdaten den Erfolg einer Kampagne zu darzustellen. So könne eine Kunde ein zweites Mal oder eine Neukunde geworben werden. (sw)

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