Digital Signage as a Service

- LG USA und der kanadische Softwareanbieter Broadsign bieten ab sofort in Nordamerika „Digital Signage as a Service“ an. Für 149 USD monatlich erhält der Kunde nicht nur ein 42“ LG Display, Mediaplayer und das SaaS basierte Broadsign Digital Signage CMS, sondern auch Wandhalterung und Content (Templates und Newsabos). Nur der Internetzugang sowie Installation sind nicht Teil des Pakets. von Florian Rotberg

LG und Broadsign setzen auf schlüsselfertige Digital Signage Lösungen

LG und Broadsign bieten schlüsselfertige Digital Signage Lösungen

Damit bietet LG mit dem Supersign Premier getauften Produkt erstmals eine fast CAPEX-freie Digital Signage Lösung an. Das Angebot ist  weit mehr als ein SaaS Angebot und entspricht daher eher dem Managed Service. Wie bei all diesen Offerten erkauft sich der Kunde das geringe Anfangsinvest mit einer höheren Gesamtinvestition. Über die Mindestvertragslaufzeit von 36 Monaten ergibt sich ein Betrag von 5.346 USD pro DSU (Digital Signage Unit). Inklusive der Stromkosten addieren sich die Kosten in drei Jahren auf über 6.000 USD (4.300 EUR).

Das für den nordamerikanischen Mittelstand konzipierte Angebot ist auf maximal 25 Displays pro Netzwerk limitiert. Die Monatspauschale von 149 USD (110 EUR) beinhaltet die Finanzierung, sodass die Hardware am Ende der Laufzeit in den Besitz des Endkunden übergeht. Bei Laufzeiten über vier Jahren reduziert sich die monatliche Belastung anteilig.

invidis Kommentar

Gut 100 EUR monatlich ist für eine DSaaS (Digital Signage as a Service) Lösung ein durchaus fairer Betrag. Denn immerhin sind neben Hardware und Services auch über zehn CNN News- und Wetterfeeds sowie über 40 Templates inklusive.

Trotzdem werden wir in den nächsten Monaten ähnliche Angebote eher nicht im deutschsprachigen Markt sehen. Denn die Displayhersteller sind in Europa im Gegensatz zu Nordamerika anders aufgestellt. NEC, Samsung und LG möchten auf dem alten Kontinent vermeiden in Wettbewerb mit ihren Partnern zu treten, die in der Regel Displays mit „eigener“ Software bündeln.

Für Broadsign ist der Deal mit LG natürlich ein großer Meilenstein. So kann die Vertriebsschwäche des in Montreal ansässigen DS Anbieters mit Hilfe von LG ausgeglichen werden. Eine ähnliche Kooperation ist Scala mit HP eingegangen. Obwohl Scala und Broadsign zu den größten Software-Anbietern der Branche zählen sind sie im Vergleich zu den Großkonzernen wie LG oder HP Umsatz-Zwerge. Das zeigt sich natürlich insbesondere auch in der Vertriebskraft.

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