LG und Samsung

Riesenauftritt

- Es ist eine Fläche, die beeindruckt: Auf jeweils 800 Quadratmetern präsentieren sich die Displayhersteller LG und Samsung. Die Stände beherrschen die Hallen auf der ISE in Amsterdam. Die Produkte sind in Szene gesetzt – aber nicht alles ist Gold, was glänzt. von Stefanie Schömann-Finck

Videowalls sind einer der Trends auf der ISE 2011

Jürgen Reinhard, Samsung

„Die ISE wird immer wichtiger, sie ist zur Leitmesse geworden“, sagt Jürgen Reinhard, Senior Product Marketing Manager IT Display bei Samsung. „Deshalb sind auch mehr Meetingkapazitäten nötig.“ Entsprechend finden sich sowohl bei Samsung als auch bei LG zahlreiche Meetingräume am Stand.

Bei Samsung wird der Schwerpunkt auf Displays gelegt, vor allem das Thema LED ist omnipräsent. Beeindruckend ist die LED-Videowall mit 55-Zoll-Displays und einer Stegbreite von 5,3 Millimetern. Was fehlt ist der neue Touchtisch Surface (invidis berichtete). Der Prototyp wird, obwohl auf der CES in Las Vegas offiziell präsentiert, in Amsterdam nicht gezeigt. Nur die Presse darf einen kurzen Blick darauf werfen.

Heinz Dieter Speidel und Lars Schweden, LG

LG dagegen hat seinen Stand mit zahlreichen Neuigkeiten versehen. Zum Beispiel einer Komplettlösung für unabhängige und kleinere Hotelketten. Das erinnert an die im vergangenen Jahr auf der ISE gestartete Softwarelösung SuperSign, deren Erfolg bis heute ausgeblieben ist. Trotzdem ist man bei LG zuversichtlich, mit Softwareangeboten beim Endkunden punkten zu können. SuperSign enthält jetzt zusätzliche Feature, wie etwa die Option, verschiedenste Bildschirmauflösungen wählen zu können. Neu ist die abgespeckte Version EzSign (ausgesprochen: Easysign). Sie richtet sich an jene, die vor allem TV-Programm senden möchten. Mit der Software lassen sich in einer Bar neben dem Fernsehprogramm zum Beispiel Hinweise auf die Happy Hour einblenden.

Wie bei Samsung gibt es auch bei LG eine Videowand mit LED-Backlight, bestehend aus 72-Zoll Displays. Die Stegbreite ist allerdings mit 6,9 Millimetern weniger beeindruckend. Die Bildschirme sollen im vierten Quartal 2011 offiziell auf den Markt kommen.

„Der Trend geht eindeutig zu embedded Lösungen, also Displays mit einem integrierten PC“, sagt Heinz Dieter Speidel von LG. Pünktlich zur ISE hat LG denn auch eine solche Lösung auf den Markt gebracht, im Laufe des Jahres sollen weitere Versionen mit unterschiedlich leistungsfähigen Playern auf den Markt kommen.

Sowohl Samsung als auch LG sehen weiterhin einen Trend zu mehr Interaktivität. Während 3D ein Randthema bleibt. Einigkeit herrscht auch beim Ausblick für 2011: Das Jahr werde gut laufen, sich spannend gestalten und erfolgreich sein.

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