„Gladvertising“ revolutioniert die Außenwerbung

Digitale Außenwerbung, die mit Handys kommuniziert, Werbebotschaften an bestimmte Situationen anpasst, auf Profile sozialer Netzwerke zugreift und Hologramme mit Lichtstimmungen und Düften kombiniert, soll bereits 2012 Realität werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Centre for Future Studies (UK). Die Zukunftsforscher sagen eine Revolution in der Außenwerbung innerhalb der kommenden zwölf Monate voraus.

- Die erste bevorstehende Innovation sei das Gladvertising. von Oliver Schwede

Zukunftsstudie

3M GTG blickt in die Zukunft

Die Studie basiert auf 21 Tiefeninterviews mit internationalen Technologieexperten, Werbetreibenden und Medienunternehmen und wurde von 3MGT in Auftrag gegeben.

„Als einer der führenden Anbieter im Bereich der Digital Out-Of-Home- Technologie, haben wir den Bericht in Auftrag gegeben, um auf diese bevorstehende Spitzentechnologie und deren Anwendungsmöglichkeiten aufmerksam zu machen. Dadurch wird die digitale Out-of-home-Werbung ein völlig neues Niveau erreichen. Bei 3MGTG investieren wir viel, um die Science-Fiction-Motive aus dem Film Minority Report Realität werden zu lassen. Wir wollen Konsumenten umfassende Markenerfahrungen bieten, die sie nie vergessen werden. Innerhalb der nächsten vier Jahre werden wir die in dem Bericht dargestellten Innovationen in die Haupteinkaufsstraßen bringen“, erklärt Daniel Steinbichler.

Bei der vorhergesagten größten Innovation, den Gladverts (‚glad‘ – froh, heiter – und ‚advertising‘ – Werbung), handelt es sich um digitale Außenwerbung, die auf die Stimmungslage von Konsumenten reagiert. Zum Beispiel, indem sie mithilfe von Emotionserkennungssoftware (EES) und Kameras ermittelt, in welcher Stimmung die Personen sind. Ein Algorithmus zur Gesichtserkennung gleicht dabei Gesichts- und Mundbewegungen nach sechs Ausdrucksmustern ab. Erkannt werden Fröhlichkeit, Ärger, Traurigkeit, Angst, Erstaunen und Abscheu.

Idendifiziert das System beispielsweise unglückliche Konsumenten, könnten Werbungen für Schokolade und Urlaub eingeblendet werden.

Die Außenwerbung insgesamt, so die Studie, werde interaktiver und setze noch stärker auf Markenerlebnisse. Die wichtigsten Trends seien kontextbezogene, mobile, gestengesteuerte, personalisierte und multisensorische Werbung sowie 3D.

„Wir arbeiten derzeit an Technologien, die an den berühmten Film „Minority Report“ von Steven Spielberg erinnern“, so Daniel Steinbichler, Vorsitzender der Geschäftsführung GTG GmbH (3MGTG). „Mit dem Unterschied, dass diese bereits 2015 und nicht erst – wie im Film prognostiziert – 2054 erhältlich sein werden und zwar weiter fortgeschritten, als es sich der Regisseur damals ausgemalt hat. Anstatt, wie im Film, Konsumenten nur anhand des Namens zu erkennen, werden Technologien wie Gladvertising es Markenartiklern ermöglichen, interaktive Erfahrungen anzubieten.“

Laut dem Bericht werde die Außenwerbung durch das Wachstum der Städte vorangetrieben. Werbetreibende seien daran interessiert, Konsumenten in allen Stadtgebieten mit intelligenter Technologie zu erreichen. Stadtplaner sähen zudem die Chance, den öffentlichen Raum unter Verwendung interaktiver digitaler Außenbereichsanlagen zu gestalten und zu regenerieren.

Die Zukunftsforscher glauben zudem, dass durch 3D-TV-Geräte, Smartphones mit Touchscreens und gestengesteuerte Spielekonsolen die Technologie von den Konsumenten schnell akzeptiert werde.

Die Studie „Die Zukunft der digitalen Out-of-Home Medien“ steht zum Download bereit unter www.3mgtg.com

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