3D-Wegeleitung durch das Präsidialamt

- Die Exzellenzuniversität Freie Universität Berlin setzt auf das interaktive 3D-Leitsystem Guide3D. Im Rahmen eines Pilotprojektes wurde das erste System im Präsidialamt der FU Berlin installiert. von Oliver Schwede

FU Kanzler Herr Lange erklärt die Bedeutung eines solch innovativen Systems

In zehn Sprachen können Besucher des Präsidialamtes nun nach Abteilungen, Räumen und Personen suchen; auch die Suche nach Stichworten, wie z.B. „Patent- und Lizenzservice“, gestaltet die Zielfindung einfach. Insgesamt können so nach 319 Zielen im Gebäude gesucht werden, die mit 529 unterschiedlichen 3D-Animationen beantwortet werden.

„Das System erklärt nonverbal und unserer Wahrnehmung entsprechend sekundenschnell, wo ich mich befinde, wo mein Ziel liegt und wie ich am besten dorthin gelange“.“ erklärt Dr. Clausen, Geschäftsführer der 3d-berlin GmbH. Ein besonderer Fokus wurde auch auf die Möglichkeiten einer schnellen Aktualisierung der Sachdaten gelegt („Wer sitzt wo?“). Hier entwickelte 3d-berlin eine spezielle Schnittstelle, die eine tagesaktuelle Pflege ermöglicht.

„Mit diesem digitalen Wegeleitsystem gehen wir in die richtige Richtung. Nicht nur unseren Besuchern ist enorm geholfen. Die einfache Aktualisierung macht es uns auch möglich, verlässlich zu sein. Also immer aktuell zur richtigen Abteilung oder zum zuständigen Mitarbeiter zu leiten.“ erläutert Peter Lange, Kanzler der Freien Universität Berlin.

Das System im Präsidialamt ist das erste seiner Art an der FU Berlin. Hier wird Guide3D zunächst getestet, weitere Installationen sind in Planung. „Insbesondere für die sogenannte Rost- und Silberlaube gibt es enormen Bedarf. Dieses Gebäude ist sehr komplex, viele Studierende verlaufen sich. Wir sind zuversichtlich, dass Guide3D auch diese Herausforderung meistern wird.“ prognostiziert Lange.

Zwei Perspektiven stehen für die optimale Orientierung zur Verfügung: die verfolgende Vogel-Perspektive und die Ich-Perspektive, mit der der Besucher den virtuellen Weg genau so sieht, wie er ihn real ablaufen wird. Der Besucher erinnert sich an markante Orientierungspunkte (Landmarks), wie z.B. „an der Pflanze links vorbei“. Dabei passt sich die Geschwindigkeit der Darstellung dem räumlichen Kontext an: Gerade Gänge werden schneller, Windungen langsamer präsentiert.

Ist der Weg zu lang oder kompliziert, kann der  Besucher Guide3D mobil auch auf seinem internetfähigen Smartphone  nutzen, z.B. indem  er die 3D-Animationen vom Kiosk auf sein Gerät überträgt. Hierfür gibt er die eingeblendete Tiny-URL in den Handybrowser ein oder scannt den QR-Code. Die 3D-Animation kann so unterwegs betrachtet und als Link in SMS sowie E-Mails versendet werden. Dabei spielt das Betriebssystem des Gerätes keine Rolle; ob Symbian, Android oder iOS, Guide3D unterstützt ausnahmslos alle Smartphones.

Eine besonders Eigenschaft des Systems ist die barrierefreie Wegeleitung  Besucher des Präsidialamtes können  den entsprechenden Modus  aktivieren.

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