MDSC 2011

Crossdigital statt crossmedial

- Ein Screen, ein netter Inhalt – das allein reicht nicht mehr aus, um Kunden effektiv zu erreichen, weiß Johannes Schöning von der Kölner Agentur people interactive. Auf der 5th Munich Digital Signage Conference stellte er sein crossdigitales Konzept vor, dass eine einheitliche Sprache der Kunden über verschiedenste Touchpoints vorsieht. von Stefanie Schömann-Finck

Johannes Schöning, people interactive (Um zur Präsentation zu gelangen, bitte aufs Foto klicken)

„Wir sind darauf spezialisiert, Kundenerlebnisse und customer journey zu bereichern“, erklärte Schöning im invidis-Gespräch. „Das heißt, alle Möglichkeiten miteinander in Einklang zu bringen und den Kunden auf allen Wegen zu erreichen. Die Kaufentscheidung fällt heute nicht mehr nur noch am POS.“

Crossmediale Lösungen sind in Schönings Augen nicht ausreichend, sondern crossdigitale. „Crossmedial heißt, eine Information zu broadcasten. Wir denken aber eher an ein Netzwerk.“ Crossdigitale Lösungen vereinen verschiedenste Medien und begleiten den Kunden an allen Touchpoints, um das volle Potenzial zu wecken.

In einem Geschäft selbst könnte das folgendermaßen aussehen: Im Schaufenster ist ein Spot zu sehen, der vor allem Aufmerksamkeit erregt. Betritt der Kunde daraufhin den Laden, empfangen ihn emotionale Bilder. Auf den Displays im Geschäft werden schließlich Informationen zu den Produkten gezeigt.

„Dazu muss man den Kunden kennen, wissen, was er möchte und wo er es erwartet. Information und Interaktion müssen am richtigen Punkt und im richtigen Maß eingesetzt werden“, erzählt Schöning. Für den Kunden nahtlose Übergänge zu schaffen, in dem er etwa Informationen aus dem Geschäft auf seinem Handy mit nachhause nehmen kann, seien wichtig. Genauso wie das Erlebnis. So würden sich in Zukunft Produkte weniger über technische Features als über die User Experience verkaufen, wie es etwa bei Apple der Fall ist.

„Wir haben ein sehr großes User Experience- und Usability-Team. Und wir sind sehr stark in der Beratung unterwegs“, sagte Schöning. „Denn die Kunden haben erkannt, dass Insellösungen sehr problematisch sind.“

Die Präsentation von Johannes Schöning finden Sie hier.

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