Jahresendspurt

Weihnachtsmann wird geortet

Es ist wieder soweit: Weihnachten steht vor der Tür. Und wie in jedem Jahr scheuen Experten keine Mühe, um den Weihnachtsmann mittels modernster Technologie auf seinem Weg vom Nordpol in die Häuser der Menschen zu verfolgen. Selbst das Militär mischt mit.

- Im Norden der USA und Kanadas betreiben beide Staaten das North American Aerospace Defense Command (NORAD). von Oliver Schwede

Mit Hightech vor die Linse bekommen: Santa Claus bei seiner Arbeit

Gegründet im Kalten Krieg verwandelt sich das Luftabwehrzentrum einmal im Jahr in ein friedliebendes Weihnachtsmann-Such-Zentrum: Satellitentechnologie, Radar und Santa-Cams sowie Düsenjets suchen alljährlich nach Santa Claus. Und werden jedes Jahr fündig und verfolgen seinen Weg durch die Lüfte. Auf seiner Microsite stellt NORAD Bildmaterial zur Verfügung auf der Kids und junggebliebende Erwachsene den Weihnachtsmann auf seiner Reise sehen können. Der Anfang der verrückten Suche nach Santa klingt wie aus einem Hacker-Märchen der ersten Stunde – ein Schreibfehler in einer Printanzeige war der Auslöser.

Im Jahr 1955 bewarb das Kaufhaus Sears Roebuck & Co. eine Weihnachtsmann-Hotline. Durch einen Schreibfehler in der Telefonnummer wurden anrufende Kinder, die die Nummer anriefen, aber nicht mit dem Weihnachtsmann verbunden. Sie landeten stattdessen bei dem Vorläufer von NORAD und wurden mit dem Stab des Oberbefehlshabers des damaligen Luftabwehrzentrums CONAD verbunden. Einsatzleiter Colonel Harry Shoup ließ mit den Radarsystemen nach Anzeichen dafür suchen, dass der Weihnachtsmann seine Reise vom Nordpol in Richtung Süden angetreten hat. Jedem Kind, das bei NORAD anrief, wurde die aktuelle Position des Weihnachtsmanns durchgegeben.

Inzwischen hat NORAD aufgerüstet und such nicht nur mit Radar, sondern eigenen Kameras nach dem Weihnachtsmann; Satelliten und Kampfjets unterstützen diese Technologien. Die Satelliten sind geostationär 35,888 Kilometer über der Erdoberfläche positioniert und mit Infrarotsensoren ausgestattet, die Wärmequellen ausmachen können. Dabei stellten die Militärs fest, dass ihre Hightech-Ausrüstung Santa auf die Schliche kommt. „Erstaunlicherweise sendet die leuchtend rote Nase des Rentiers Rudolph ein Infrarotsignal aus, das unseren Satelliten die Ortung von Rudolph und dem Weihnachtsmann ermöglicht“, erklärt NORAD auf seiner Homepage. Mit „ultracoolen Hightech-Hochgeschwindigkeitskameras“, die NORAD seit 1988 einsetzt, machen die Militärs Aufnahmen von Santa und seinem Schlitten. Via Google werden ab dem 24. Dezember die Daten weitergegeben, die den Weihnachtsmann auf seinem Weg zeigen. (tk)

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