Samsung und Sony beenden gemeinsame LCD-Produktion

- Der japanische Elektronikkonzern Sony steigt aus dem gemeinsamen Unternehmen mit Samsung für LCD-Fernsehbildschirme aus. Seit 2004 produzierten die beiden Displayproduzenten gemeinsam LCD Panels im Gemeinschaftsunternehmen S-LCD. Aufgrund stark fallender Weltmarktpreise durch Überangebot sind die Margen für Standarddisplays auf einen historischen Tiefstand gefallen. Auch Philips und Sharp haben sich aus der Produktion von Standard LCD Panels zurückgezogen. von Florian Rotberg

S-LCD Fab in Korea von Samsung und Sony

S-LCD Fab in Korea von Samsung und Sony

Samsung hat nun für 719,5 Millionen Euro  den knapp 50-prozentigen Anteil von Sony am Gemeinschaftsunternehmen übernommen. Sony wird in Zukunft weiterhin Displays von Samsung einsetzen und auch in der Entwicklung mit dem südkoreanischen Konzern zusammenarbeiten. Die Transaktion soll bis Ende Januar abgeschlossen sein.

Invidis Kommentar

Der Displaymarkt ist hartumkämpft. Insbesondere im mittleren Segment der typischen Consumer TV-Geräte ist heute kaum noch Geld zu verdienen. Alleine durch Skaleneffekte hofft Weltmarktführer Samsung in Zukunft mit Standard Displays wieder Geld zu verdienen.

Die etablierten Player setzen deshalb alles auf besonders große und kleine Displays jenseits der Mitte. Große Displays größer als 55“ sind auch im Digital Signage Bereich die Gewinner des Jahres 2011. Sharp setzt  mit kostenoptimierten professionellen 60“ und 70“ aus eigener Produktion alles auf die Karte Large Format.

Bei kleinen Displays kooperieren die japanischen Anbieter Sony, Toshiba und Hitachi ab 2012 unter dem Dach des Gemeinschaftsunternehmen Japan Display

Florian Rotberg

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